Die Tierwelt des Nationalparks Berchtesgaden
Die Tierwelt des Nationalparks Berchtesgaden ist sehr vielfältig. Neben so prominenten und beliebten Vertretern wie Alpendohle, Auerhahn und Apollofalter findest Du hier auch zahlreiche weniger bekannte Arten, die sich an das Leben in alpinen Lebensräumen angepasst haben. Kürzlich wurde im Nationalpark sogar eine neue Art entdeckt: eine Trauermücke namens Leptosciarella gretae – einen deutschen Namen gibt es nicht. Forscher haben das Insekt in einer Quelle nahe der Bindalm im Klausbachtal gefunden. Die Anzahl der Wirbellosen lässt sich nur schätzen: Experten rechnen mit 5.000 bis 20.000 verschiedenen Arten.
15 Fischarten leben in den Gewässern des Nationalparks. Hinzu kommen acht Amphibien- und sechs Reptilienarten. Typisch für den Nationalpark Berchtesgaden sind zwei lackschwarze Gesellen: der Alpensalamander, auch „Bergmandl“ genannt, und die Kreuzotter, die aufgrund ihrer regional schwarzen Färbung den Beinamen „Höllenotter“ erhalten hat. Vier Steinadlerpaare ziehen rund um Watzmann und Königssee ihre Jungvögel groß und stehen stellvertretend für rund 100 Brutvogelarten in Deutschlands einzigem Alpen-Nationalpark. 40 weitere Vogelarten besuchen das Schutzgebiet regelmäßig, ohne zu brüten.
Halte beim Wandern und Bergsteigen Ausschau nach Murmeltieren, Steinböcken und Gämsen: Hoch über dem Königssee kannst Du sie oft gut beobachten. Insgesamt haben Forscher 55 verschiedene Säugetierarten gezählt – darunter seltene Vertreter wie die Bartfledermaus, eine der kleinsten europäischen Fledermausarten, und der Baummarder.