Die Population der zur Familie der Raufußhühner (Tetraonidae) gehörenden Auerhühner ist in Mitteleuropa stark gefährdet und steht auch in Deutschland in der Kategorie der vom Aussterben bedrohten Vogelarten auf der Roten Liste. Dementsprechend ist der Nationalpark Berchtesgaden besonders stolz darauf, dass einige Auerhühner die heimischen Wälder besiedelt haben. Ein Grund für die Seltenheit der Auerhühner ist ihr hoher Lebensraumanspruch. Sie bevorzugen naturnahe und ruhige Nadel- und Mischwälder. Dort muss die Möglichkeit für Staubbäder und zur Aufnahme von Magensteinen gegeben sein. Auch das Vorkommen von Wasserstellen, Ameisen und einer geschlossene Krautschicht ist für die Auerhühner existenziell. Auf Störungen durch Wanderer, Mountainbiker, Rodler, Schneeschuh- und Skitourengeher, besonders jedoch auf freilaufende Hunde reagiert das sensible Auerhuhn mit Stress. Insbesondere im kräftezehrenden Winter kostet jedes fluchtartige Auffliegen wertvolle Energie und gefährdet so das Überleben der Tiere.