Auerhahn im Nationalpark Berchtesgaden

Der Auerhahn

Der größte Hühnervogel Europas

Das Auerhuhn und vor allem der Auerhahn ist der größte Hühnervogel Europas. Es ist sehr scheu und stellt große Anforderungen an seine Umgebung. Der Nationalpark Berchtesgaden ist einer der wenigen Lebensräume des Auerhuhns in Europa.

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  • Auerhahn im Nationalpark Berchtesgaden
  • Ein Auerhahn in ganzer Pracht
  • Ein balzender Auerhahn im Nationalpark Berchtesgaden
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Details zum Auerhahn

  • Tetrao urgallus

  • Männchen ca. 86cm 
    Weibchen ca. 62cm

  • Bergfichtenwälder

  • zwischen 1.200m und 1.700m

  • Der Auerhahn ist anspruchsvoll bei der Wahl seines Lebensraums und ist gerne dort, wo er Staubbäder nehmen kann, kleinere Wasserstellen und Ameisen vorkommen, und wo er Heidelbeeren als Sommernahrung finden kann. Er bleibt seinem Geburtsort treu und wandert auch im Winter nur in einer Entfernung von bis zu 30km herum auf der Suche nach Nahrung.

Lebensraum des Auerhahns

Das vom Aussterben bedrohte Auerwild lebt in lichten Bergmischwäldern mit hohem Anteil an Nadelholz. Vorhandene Lichtungen werden als Balz-, Start- und Landeplätze sowie zur Futtersuche genutzt. Als überwiegender Pflanzenfresser verzehrt das Auerhuhn Kräuter, Knospen, Samen und Blätter von Laub- und Nadelbäumen. Im Sommer machen Früchte von Zwergsträuchern wie Heidelbeeren den größten Teil der Nahrung aus. Besonders die Jungvögel sind auf die eiweiß- und energiereiche Kost wie Insekten angewiesen. Dabei spielen die Waldameisen eine wichtige Rolle. Die tagaktiven Vögel halten sich meist am Boden auf, verbringen die Nacht jedoch auf Schlafbäumen (der Auerhahn "baumt" auf).

Ein gefährdeter Vogel

Die Population der zur Familie der Raufußhühner (Tetraonidae) gehörenden Auerhühner ist in Mitteleuropa stark gefährdet und steht auch in Deutschland in der Kategorie der vom Aussterben bedrohten Vogelarten auf der Roten Liste. Dementsprechend ist der Nationalpark Berchtesgaden besonders stolz darauf, dass einige Auerhühner die heimischen Wälder besiedelt haben. Ein Grund für die Seltenheit der Auerhühner ist ihr hoher Lebensraumanspruch. Sie bevorzugen naturnahe und ruhige Nadel- und Mischwälder. Dort muss die Möglichkeit für Staubbäder und zur Aufnahme von Magensteinen gegeben sein. Auch das Vorkommen von Wasserstellen, Ameisen und einer geschlossene Krautschicht ist für die Auerhühner existenziell. Auf Störungen durch Wanderer, Mountainbiker, Rodler, Schneeschuh- und Skitourengeher, besonders jedoch auf freilaufende Hunde reagiert das sensible Auerhuhn mit Stress. Insbesondere im kräftezehrenden Winter kostet jedes fluchtartige Auffliegen wertvolle Energie und gefährdet so das Überleben der Tiere.

Rackelwild: Kreuzung aus Auer- und Birkwild

Manchmal verirrt sich eine Auerhenne zum Birkwild. Die Auerhenne paart sich dann mit einem Birkhahn. Diese Kreuzung nennt man Rackelwild.
Das Rackelwild hat Eigenschaften beider Elternteile ist aber nur teilweise fortpflanzungsfähig.
Eine Paarung zwischen Birkhenne und Auerhahn kommt jedoch nicht vor.