Toni Palzer
Toni Palzer

Toni Palzer

Skibergsteiger, Bergläufer und Radprofi

„Die Berge sind mein Leben“: Aufgewachsen im Bergsteigerdorf Ramsau bei Berchtesgaden mit Blick auf das 2.713 Meter hohe Watzmann-Massiv, hat sich Toni diese Aussage zur Lebenseinstellung gemacht. Die Berge sind nicht nur Heimat und Kraftquelle, sondern von klein auf auch der große Spielplatz des Weltklasse-Skibergsteigers und international erfolgreichen Bergläufers. Es ist seine große Leidenschaft und mittlerweile auch berufliche Herausforderung, sie möglichst schnell mit Ski, zu Fuß oder auf dem Rad zu erklimmen: Je steiler, umso besser! Mit dem schönen Nebeneffekt, fast täglich in einer traumhaften Landschaft unterwegs zu sein.

Die Saison 2020/21 war Tonis vorläufig letzte als Skibergsteiger. Ab April 2021 fuhr Toni Palzer als Profi-Rennradfahrer in der UCI WorldTour – zunächst für BORA–hansgrohe und nach dem Einstieg von Red Bull im Sommer 2024 für Red Bull–BORA–hansgrohe.

Nach fünf Jahren im WorldTour-Radsport kehrte Toni 2026 zurück ins Skibergsteigen: Beim Jennerstier in Berchtesgaden feierte er ein starkes Comeback mit einem Doppelsieg und holte sich den Deutschen Meistertitel in der Individual-Disziplin. Zudem begleitet er als Experte für Eurosport die Olympia-Premiere des Skibergsteigens in Bormio.

Künftig steigt Toni wieder aufs Rad – ab April nutzt er seine WorldTour-Erfahrung und wird bei ausgewählten Gravel- und Road-Rennen an den Start gehen.

  • Toni Palzer beim Jennerstier 2020
  • Toni Palzer auf dem Watzmann
  • Berglauf
  • Rennradfahren
  • Skitour
  • Skibergsteiger Toni Palzer
  • Anton "Done" Palzer
  • Im Bergsteigerdorf Ramsau
  • Auf der Slackline
“Die Berge sind mein Leben”

Als Sohn des Deutschen Meisters im Skibergsteigen von 2003 steht Toni mit drei Jahren zum ersten Mal auf Ski – mit sieben Jahren geht er seine erste Skitour. Bereits mit 16 Jahren wird er Deutscher Meister in der Seniorenklasse und ist als vielfacher Junioren- und U21-Welt- und Europameister das große Nachwuchstalent des Sports.

2015 gewinnt Toni sein erstes ISMF Weltcup-Rennen bei den Herren. Als Vize-Weltmeister im Vertical und mit dem dritten Platz im Gesamtweltcup 2015/16 etabliert er sich endgültig in der Weltelite. Im Winter 2016/17 stellt er mit seinem Vize-Weltmeistertitel im Sprint und dem Gewinn der WM-Bronzemedaille im Individual unter Beweis, dass er weltweit zu den besten Allroundern der Szene gehört. Die Saison 2017/18 beendet Toni als Vertical Gesamtweltcup-Sieger und gewinnt damit die erste kleine Kristallkugel seiner Karriere. 2019 beendet Toni die Wintersaison als Zweitplatzierter im Gesamtweltcup 2018/19 wie auch im Vertical Disziplinen-Weltcup.

Die Wettkampfsaison 2019/20 wurde aufgrund der Corona-Krise frühzeitig beendet. Emotionales Highlight des kurzen Winters war sicherlich der Jennerstier, der erste Deutsche ISMF Weltcup im Skibergsteigen im heimischen Berchtesgaden. Toni erzielte zwei starke Top-Fünf-Platzierungen und war als Lokalmatador das mediale Gesicht des Weltcups, der im Rahmen des traditionellen Jennerstier-Events stattfand. In seiner vorläufig letzten Saison 2020/21 krönte Toni seine zwölfjährige Karriere im Skibergsteigen mit einem erneuten Vize-Weltmeistertitel im Vertical in Andorra.

Es folgten fünf intensive Jahre im WorldTour-Radsport: Ab April 2021 stellte sich Toni einer neuen sportlichen Herausforderung und fuhr zunächst für BORA–hansgrohe, später für Red Bull–BORA–hansgrohe. Mit dem Wechsel vom Skibergsteigen aufs Rennrad bewies er einmal mehr seine Vielseitigkeit – und blieb auch auf zwei Rädern auf höchstem internationalen Niveau erfolgreich.

2026 feierte er ein eindrucksvolles Comeback als Skibergsteiger – mit einem Doppelsieg beim traditionsreichen Jennerstier in Berchtesgaden und als Deutscher Meister Individual im Skibergsteigen.

Auch im Berglauf suchte Toni seine Herausforderungen und lief bei ausgewählten internationalen Wettkämpfen ganz vorne mit – beispielsweise beim WMRA Mountain Running World Cup mit zwei zweiten Plätzen am Großglockner (2018) und beim Hochfelln-Berglauf (2017). Beim Red Bull Dolomitenmann ist er über viele Jahre ein Garant für das Podium der Berglaufwertung und kann 2019 den international stark besetzten 15k adidas InfiniteTrails für sich entscheiden.

Toni ist ein absolut fokussierter Leistungssportler, der sich bei aller Professionalität seine lockere und bodenständige Art bewahrt hat.

Von den Skiern aufs Rennrad

So sprach Toni Palzer vor seinem Einstieg in die WorldTour 2021 über seine Entscheidung:

So eine Entscheidung trifft man nicht alle Tage und ich habe nicht nur eine Nacht, sondern in diesem Herbst viele Nächte darüber geschlafen. In den vergangenen Jahren habe ich viele Einheiten auf dem Rennrad trainiert und auch das ein oder andere Radrennen absolviert. Nicht nur zur Vorbereitung auf meine Saison im Skibergsteigen, sondern weil es mir einfach richtig viel Spaß macht, auf dem Rad zu sitzen. In meinem Umfeld habe ich schon manchmal gewitzelt: ‘Passt auf, eines Tages werde ich noch Radprofi.’ Dass es jetzt so kommt, bedeutet für mich eine unerwartete Wendung in meiner Athletenkarriere und ich bin dankbar für die Chance, die mir BORA-hansgrohe bietet. Ich weiß, dass ich gute physische Voraussetzungen mitbringe, mir ist aber auch bewusst, dass ich noch vieles auf dem Rad und im Peloton lernen muss. Hier kann ich von der Erfahrung meiner Teamkollegen bei BORA-hansgrohe profitieren. Ich bin auf jeden Fall höchst motiviert, diese neue sportliche Herausforderung ab April 2021 anzunehmen. Mal schauen, was möglich ist."

Toni Palzers Lieblingsort

Toni Palzer

Ganz klar der Watzmann! Ein ganz besonderer Berg für mich. Egal, ob beim Klettern durch die Ostwand, eine lange Bergtour über die drei Gipfel oder eine ganz gemütliche Wanderung am Fuße entlang ins Wimbachgries. Für jeden ist etwas geboten und man wird sicher belohnt. Und nach einem super Tag am Berg am besten ein kühles Bad im Hintersee in der Ramsau und danach zum weltbesten Schweinsbraten zum Gasthof Auzinger!

Nach dem Radsport

Wie geht's weiter für Toni Palzer?

Und was der frühere Weltmeister im Skibergsteigen sonst noch für Pläne hat? Wir haben da so eine Ahnung.

Unsere Botschafter

  • Alexander Huber

    Der staatlich geprüfte Berg- und Schiführer Alexander Huber zog es 1998 vor, seine wissenschaftliche Laufbahn als Physiker an den Nagel zu hängen und einem unbekannten Weg in die Bergwelt zu folgen.
  • Thomas Huber

    Thomas Huber, staatlich geprüfter Berg- und Schiführer und der ältere der beiden Huberbuam lebt für seine Leidenschaft, das Bergsteigen. Gemeinsam mit seinem Bruder Alexander gehört er zu einer der erfolgreichsten Seilschaften unserer Zeit.
  • Der Messer Sepp

    Menschen

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