Hagengebirge: Ehemaliges Jagdrevier des Adels
Warum ist das Hagengebirge so unberührt? Das mächtige Gebirgsmassiv diente lange Zeit als Jagdgebiet – zunächst für den Hochadel, später auch für den Geldadel. Bergsteiger und Wanderer waren dort nicht willkommen, weil sie das Wild störten. Alm- und Forstwirtschaft waren den Jagdinteressen untergeordnet. Noch heute kannst Du im Hagengebirge viele Steinböcke sehen – Nachkommen der Tiere, die Hermann Görig damals dort ansiedeln ließ.
Damit das urwüchsige Naturparadies, das teils zu Bayern, teils zu Österreich gehört, so bleibt, wie es ist, wird es heute beiderseits erhalten und geschützt. Das freut nicht nur die Liebhaber des Hagengebirges, sondern unterstützt auch Forscher wie Helmut Franz, der hier ungestört die Auswirkungen des Klimawandels studieren kann. Auch Geologen der Universität Salzburg sind in den tiefen, weit verzweigten Höhlen unterwegs. Und Hans Maltan vom Nationalpark Berchtesgaden geht hier der Geschichte der Almwirtschaft nach.