„Wir saßen beim Thomas zum Grillen und Fußball schauen,“ erinnert sich Florian. „Sein Vater hat uns aufs Kneippen gebracht, und wir wussten sofort: Das probieren wir aus.“ Weil es so gut tat – und „weils einfach a Gaudi is“ – wurde daraus eine feste Tradition.
Zwei der vier sind Bäcker. Thomas erklärt nüchtern, warum das Kneippen für ihn doch auch mehr als ein Spaß ist: „Das Kneippen fördert die Durchblutung, regt den Kreislauf an und beugt Krampfadern vor. Das ist für uns extrem wichtig, wo wir in der Arbeit stundenlang stehen.“ Oft kommen sie direkt nach der Frühschicht, wenn sie seit Mitternacht in der Backstube standen. Anton, Krankenpfleger in einer Salzburger Klinik, ist der Kneipp-Experte der Runde. Die fünf Säulen der Kneippschen Lehre – Wasser, Bewegung, Ernährung, Heilpflanzen, Lebensordnung – lässt er seine Freunde so lange aufsagen, bis sie fehlerfrei sitzen. Und Niklas, der zweite Bäcker, achtet auf die Technik: „Die Füße müssen beim Storchengang ganz aus dem Wasser herausgehoben werden – nur so bekommt man den vollen Effekt.“