Und zum Schluss kommt noch das Essen rauf
In Kürze müssten die Lebensmittel für die Hütte raufgeflogen werden. Der Hubschrauber hat in der Zwischenzweit die anderen Hütten versorgt. Für den Nachmittag sind Gewitter angesagt, die Wolken Türmen sich bereits im Norden und ziehen flott heran. Hoffentlich geht sich der Versorgungsflug noch aus! Sonst muss ich nach dem Gewitter zu Fuß runtergehen. Von der Ferne hören wir den Hubschrauber. Zuerst wird die Last am Lastenplatz vor der Hütte abgeladen. Die Handwerker und ich kauern uns in die Mulde neben dem Landeplatz hinter dem Stöhrhaus. Augen zu, hier wird ganz schön viel Staub aufgewirbelt! Alle rein in den Hubschrauber und runter nach Maria Gern – unfassbar, wie schnell das geht. Unten angekommen, packen alle gleich mit an, um den nächsten Versorgungsflug mit Getränken zusammen zu packen. Es ist Eile geboten, es sind schwere Gewitter mit Hagel angesagt. Schon fliegt der Hubschrauber wieder rauf, sechs Minuten später ist er wieder herunten und hat noch einige Passagiere mit. Leider muss für heute Nachmittag die Versorgung abgebrochen werden, der Hubschrauber fliegt weiter nach Salzburg, um im dortigen Hangar Schutz zu suchen. Essen und Getränke sind aber am Stöhrhaus angekommen, Kaspressknödel und Kaiserschmarrn sind gesichert!
Einen Tag später erzählt mir Gabi, dass wenig später ein Blitzeinschlag die Stromversorgung im Stöhrhaus unterbrochen hat – die Crew des Hubschraubers hat also alles richtig gemacht. An dieser Stelle bedanke ich mich noch einmal bei Gabi für den spannenden Vormittag am Stöhrhaus. Bei all ihren Erklärungen und Erzählungen zur DAV Sektion Berchtesgaden und den Hütten fiel mir eindeutig auf und sie bestätigt es mir auch als sie sagt: „Ich liebe meinen Job.“