Aussehen und Verhalten des Fischreihers
Der Graureiher ist ein kräftig gebauter Schreitvogel mit langem Hals, der allerdings oft eingezogen ist. Im Flug winkelt er seinen langen Hals S-förmig an, so ist der Fischreiher leicht von Kranichen und Störchen zu unterscheiden. Sein Rücken ist dunkelgrau, die Unterseite hell. Er besitzt einen kräftigen, dolchartigen Schnabel, den er zur Jagd nach bis zu 30 Zentimeter großen Fischen nutzt. Die charakteristische Jagdmethode besteht aus langsamen Schritten im Wasser, um dann blitzschnell den Kopf vorzuschnellen. In den Herbst- und Wintermonaten jagt der Fischreiher hin und wieder auch Wühlmäuse und andere Kleinsäuger. Der Graureiher ist meist ein Kurzstreckenzieher und verbringt den Winter entweder im wintermilden Westeuropa oder ziehen bis nach Afrika. Der Ruf des Graureihers ist ein raues "kräick".
Trotz seiner imposanten Größe von bis zu 102cm (bei gestrecktem Hals) wiegt ein Graureiher nur 1,1 – 2,2 kg und ist vergleichsmäßig relativ leicht. Er erreicht eine Spannweite von 170cm und ist somit fast so groß wie ein Weißstorch. Hohe Bäume dienen dem Graureiher, der am liebsten in Kolonien brütet, als Nestplatz. Dort legt er 3-5 grünlichblaue, hühnereigroße Eier, aus denen nach 25-28 Tagen die Jungvögel schlüpfen. Der Graureiher ist ein Fleischfresser. Er verspeist Mäuse, kleinere Säugetiere und Insekten. Aber auch Wasserbewohner sind vor ihm nicht sicher. Mit seinem Hals kann er Fische bis in eine Tiefe von 35cm erlegen.
Will man Graureiher beobachten, fährt man am besten mit dem Schiff über den Königssee nach St. Bartholomä oder wandert von Salet weiter zum Obersee. Dort kann der Graureiher fast ganzjährig beobachtet werden