Gams im Nationalpark Berchtesgaden

Gams: Die Gämse

Weit verbreitet im Nationalpark Berchtesgaden

Die Gämse, vor der Rechtschreibreform Gemse und in der Jägersprache Gams genannt, ist das typische Wildtier der Berchtesgadener Alpen. Im Gegensatz zum Hirsch, wirft die Gams ihr Geweih im Winter nicht ab, wechselt aber - für den Laien kaum merklich - die Farbe seines Fellkleides.

Details zur Gams

  • Rupicapra rupicapra

  • 110 bis 130cm

  • Hochgebirge, steile Fels- Wand und Weidegebiete

  • bis weit über die Baumgrenze

  • Ein scheuer, geschickter Kletterer, dessen Rückenhaar traditionell als Hutschmuck (der sogenannte Gamsbart) verwendet wird.

Die Gams: das typische Wildtier der Berchtesgadener Alpen

Die Gams kann man im Sommer bei vielen Wanderungen in den Hochlagen der Berchtesgadener Alpen beobachten, da sie in allen Gebirgsstöcken heimisch ist. Im Winter zieht die Gams dann in tiefere und geschützte Bereiche, wo sie auch in der kalten Jahreszeit genügend Nahrung findet. Dank ihrer elastischen Sohlen kann die Gämse sehr gut klettern, selbst im steilen Fels findet sie noch Halt.

Das Fell der Gämse hat sich zum Sommer hin aufgehellt und glänzt rötlich braun mit einem schwarzen Aalstrich vom Nacken bis hinunter zur Schwanzwurzel. Mit lässigen Sprüngen klettert sie selbst im steilen Gelände umher. Noch wilder treiben es die Kitze, die zusammen ausprobieren, was man mit vier Beinen so alles anstellen kann. Dabei werden sie von einigen Geißen beaufsichtigt, bis die Mütter zurückkommen und sie zu sich rufen – das Kitz erkennt dann die Stimme der Mutter. Selbst das Sommerkleid der Gämse ist noch warm. Deswegen trifft man sie im Hochsommer meist oberhalb der Baumgrenze und dort besonders bei Altschneefeldern an.

Innerhalb des Projekts „Lebensraumansprüche der Gämse“ erforscht der Nationalpark Berchtesgaden das Verhalten der Gämse sehr genau.