Die Königsbergalm
Hochalm zwischen Königssee und Jenner- Jetzt geschlossen
- am Jenner
- 1650m
Unterhalb des Schneibsteinhauses findest Du die Königsbergalm, deren Almgelände sich weit über die Hänge erstreckt.
Das Almgebiet der Königsbergalm rund um den Sulzbergkaser liegt zwischen 1.500 und 1.650 Metern Höhe. Der Sulzbergkaser wurde bereits im 17. Jahrhundert erbaut, berichtet Almbauer Franz Stangassinger. Ursprünglich diente die Almhütte den Bergleuten der Region als Unterkunft. Hier wurden unter anderem Mangan, Kupfer und Gold abgebaut.
Die Grundmauern aus dieser Zeit kannst Du am steinernen Sulzbergkaser noch heute erkennen. Beeindruckend sind auch die schweren Steine auf dem Schindeldach. Die Hütte wurde immer wieder instand gesetzt, sodass Senner Markus hier auch heute noch gut arbeiten kann.
Ehemaliger Bergbau auf der Königsbergalm
Die Bergreviere des ehemaligen Bergbaugebiets auf der Königsbergalm westlich des Torrener Jochs gliedern sich in ein West- und ein Ostfeld. Beide liegen am flach geneigten Nordhang des Königsbergrückens in unmittelbarer Umgebung des Schneibsteinhauses auf 1.670 Metern Höhe.
Zum Westfeld Georg zählten neben kleineren Tagschürfen der Georgschacht sowie der Clarastollen am Nordhang des Königsbergrückens auf 1.656 beziehungsweise 1.600 Metern Höhe.
Im Ostfeld Anton und Barbara, dem eigentlichen Abbaugebiet, befand sich bei der Königsbergalm auf 1.670 Metern Höhe der Schurfbau Anton. Vermutlich war dieser alte Tagschurf Ausgangspunkt sämtlicher Bergbauaktivitäten in diesem Gebiet. Zum Ostfeld gehört der noch offene, etwa 300 Meter lange Barbarastollen mit mehreren Abbauzechen auf 1.581 Metern Höhe am Königsbach. Der heute unzugängliche Heinrich-Unterbaustollen auf 1.518 Metern Höhe blieb im Aufschlussstadium stecken.
Wandern zur Königsbergalm
Die Königsbergalm erreichst Du vom Parkplatz Hinterbrand oder von der Mittelstation der Jennerbahn auf einer leichten Wanderung über den Königsweg. Alternativ wanderst Du von der Bergstation der Jennerbahn zur Königsbergalm.
Mit dem Mountain Bike zur Königsbergalm
Seit einiger Zeit ist der Weg über die Königsbergalm auch für Mountainbiker freigegeben. Diese Strecke ist Teil der Mountainbike-Tour rund um den Hohen Göll. Die anspruchsvolle Tour führt Dich vom Parkplatz an der Dokumentation Obersalzberg zunächst gemütlich über die Scharitzkehlalm und den Hinterbrand-Parkplatz zur Königsbachalm. Anschließend folgt ein steiler Anstieg über die Königsbergalm, vorbei am Schneibsteinhaus bis zum Stahlhaus auf dem Torrener Joch. Nach einer Pause schiebst oder trägst Du Dein Mountainbike auf der steilen Passage hinunter zur Oberjochalm im Bluntautal. Ab dort fährst Du wieder auf dem Rad weiter – vorbei am Bluntausee auf dem Tauernradweg in Richtung Hallein. Von Hallein führt die Tour über die Winterstallstraße und Bad Dürrnberg zur Passhöhe Gmerk. Mit Blick auf das Berchtesgadener Land geht es anschließend bergab in Richtung Oberau und über die Obersalzbergstraße zurück zum Ausgangspunkt.
Schneibsteinhaus und Stahlhaus
Den Abschluss des Almgeländes am Königsberg bilden zwei Berghütten. Das Schneibsteinhaus ist eine Schutzhütte der DAV-Sektion Berchtesgaden. Etwas höher auf der österreichischen Seite der Grenze erreichst Du das Stahlhaus. Beide Berghütten sind wichtige Stützpunkte und bieten Dir ideale Ausgangsorte für Bergtouren im Hagengebirge.