Nach etwa 200 Höhenmetern im Aufstieg erreichst Du den Salzburger Hochthron auf 1.852 Metern Höhe in einer Dreiviertelstunde. Weit reicht der Blick über die österreichischen und bayerischen Berge mit ihren klangvollen Namen. Auch während der folgenden Überschreitung des Untersbergs begleitet Dich dieser Ausblick. Bald erreichst Du wieder die deutsche Seite des Untersbergs und nach einer halben Stunde Abstieg die Mittagsscharte. Auf dem bereits bekannten AV-Weg 417 wanderst Du mit Blickrichtung nach Süden auf die Berchtesgadener Berge zu. Nach 1,5 Stunden zweigt nach rechts der AV-Weg 466a ab. Im Auf und Ab durch die zerklüftete Hochfläche des Untersbergs achtest Du gut auf die ausreichenden Markierungen. Vorbei am Mitterberg (Abstecher nach rechts, in Sichtweite 10 Minuten zum Gipfelkreuz auf 1.840 Metern Höhe) und am Ochsenkopf erreichst Du nach 2,5 Stunden die Quelle der verfallenen Vierkaseralm unterhalb des Hirschangerkopfes.
Hier zweigt linkerhand in südliche Richtung der AV-Weg 466 ab. Nach einigen Metern bergauf über das Almgelände lohnt sich für die schöne Aussicht der kurze Abstecher rechterhand auf den Hirschangerkopf (kurze Felspassage im Latschengürtel). Zurück auf dem AV-Weg 466 wanderst Du über einen Grassattel, vorbei an einer der seltenen Quellfluren auf dem Untersberg, durch Latschengassen zum Weißwandboden. Alpenschamanen haben hier ihren Kraftplatz entdeckt und mystische Holzstelen aufgestellt. Hier zweigt rechts der Jägersteig (weiter AV-Weg 466) ab, dem Du am westlichen Rand der Untersberg-Hochfläche zur idyllisch gelegenen unteren Zehnkaseralm folgst. Dafür brauchst Du etwa 2 Stunden.
Über leicht ansteigende Almflächen erreichst Du nach einer halben Stunde den von Bischofswiesen heraufführenden AV-Weg 464/465. Kurz vorher lädt rechts unterhalb der Lusabethkaser, die letzte bewirtschaftete Almhütte auf dem Untersberg, zur Rast ein. Anschließend erreichst Du links bergauf bald das Gatterl. Von dort folgst Du dem AV-Weg 417 und erreichst nach eineinviertel Stunden wieder das Stöhrhaus. Für den langen Weg brauchst Du Ausdauer und Konzentration. Dafür erlebst Du eine abwechslungsreiche Landschaft und ihre Abgeschiedenheit – die Anstrengung lohnt sich.