Die Gespensterhunde vom Großen Hundstod
Der schroffe Gipfel des Großen Hundstod auf fast 2.600 Metern Höhe ragt zwischen dem Steinernen Meer und dem Watzmannmassiv empor. Was tagsüber eine beeindruckend schöne Naturlandschaft im Nationalpark Berchtesgaden ist, kann laut Überlieferung nachts zu einer fürchterlichen Schauerlandschaft werden. Denn hier spukt es.
In einer sturmumtosten Nacht vor vielen, vielen Jahren jagte hier die grausige Hundemeute König Watzmanns in wilder Jagd über die Berge. Doch als die Watzmann-Familie versteinert wurde, verließen die Hunde alle Kräfte, und sie stürzten tot die erbarmungslosen Felswände hinab. Der Sage nach liegen sie immer noch dort unter Geröllmassen versteinert, was dem Gipfel auch seinen Namen verliehen hat.
Und in manchen Nächten treibt es die Gespensterhunde wieder hervor. Sie heulen und bellen so schauerlich, dass das Blut in den Adern gefriert. Es heißt, dass Menschen, die mit Missetaten und unlöblichem Lebenswandel beladen auf den Berg kommen, in kopfloser Flucht vor den Hunden in die Tiefe stürzen und zu Tode kommen.