Zwischen Almidylle und Bundeswehr-Gebirgsübungsplatz
Auf einer Fläche von etwa 100 Quadratkilometern erstreckt sich die Reiter Alm zwischen dem Bergsteigerdorf Ramsau und den Gemeinden Unken, Lofer und St. Martin im Salzburger Saalachtal. Ihren Namen hat die Reiter Alm vom Ort Reit, der zur Gemeinde Unken am Fuße des Gebirges gehört.
Die Reiter Alm ist ein Tafelgebirge und fällt an ihren Rändern überall steil ab. Im nördlichen Teil der Hochfläche findest Du Almen und alte Zirbenwälder. In der Mitte des Hochplateaus liegt das Reitertrett mit der einzigen Quelle, in deren Nähe die Neue Traunsteiner Hütte steht. Die Alte Traunsteiner Hütte ist übrigens nicht für die Öffentlichkeit zugänglich. Der östliche Bereich der Reiter Alm, dessen Gebiet größtenteils im Biosphärenreservat Berchtesgaden liegt, ist Teil des Nationalparks Berchtesgaden.
Auf dem eigentlichen Plateau der Reiter Alm findest Du riesige Latschenfelder. Der dort früher vorhandene Wald fiel dem Holzbedarf der Reichenhaller Saline zum Opfer. Als nicht mehr genügend Wald vorhanden war, wurde die Reiter Alm 1829 vom Salinenvertrag ausgenommen. Einige alte Zirbenbestände sind noch im nördlichen Bereich erhalten.
Auf den Almwiesen des Reitertrett kannst Du Arnika, Akelei, Alpenrosen, Bergastern, Edelweiß, Enzian, Speik, Steinraute und viele weitere Pflanzen entdecken. Außerdem befindet sich hier Deutschlands höchstgelegenes Hochmoor. Um die hier lebenden Birkhühner und Schneehasen zu erspähen, brauchst Du schon etwas Glück. Häufiger anzutreffen sind Rotwild und Gämsen.
Die nördliche Hälfte des deutschen Gebiets dient als Übungsplatz der Gebirgsjäger und wird „kleiner Gebirgsübungsplatz Reiteralpe“ genannt. Hier befindet sich auch der Bergerprobungs- und Sprengplatz der Wehrtechnischen Dienststelle WTD 52. Dorthin betreibt die Bundeswehr von Oberjettenberg aus die Seilbahn Reiteralpe. Den Übungsplatz durchquerst Du auf dem Wanderweg über den Schrecksattel – nur während Übungen der Gebirgsjäger ist er gesperrt.