Nach dem Brand: Kehlsteinhaus wird gesichert und winterfest gemacht
28.10.2026 | Bergerlebnis BerchtesgadenErste Hubschraubertransporte für Donnerstag geplant
Am Kehlsteinhaus beginnen die ersten Maßnahmen zur Sicherung des Gebäudes. Nachdem die Kriminalpolizei das Gebäude für den Eigentümer freigegeben hat, können nun die notwendigen Sicherungsmaßnahmen vorbereitet werden. Für Donnerstag, 29. Oktober 2026, sind am Nachmittag erste Hubschraubertransporte vorgesehen, sofern es die Wetter- und Flugbedingungen zulassen.
Mit den Hubschraubern sollen vor allem Absperr- und Gerüstmaterial sowie weitere Materialien zur Gebäudesicherung auf den Kehlstein gebracht werden. Damit werden die Voraussetzungen für die anstehenden Arbeiten geschaffen.
Oberste Priorität haben derzeit die Sicherung des stark beschädigten Gebäudes und die großräumige Absperrung des betroffenen Bereichs. Darüber hinaus soll das Kehlsteinhaus so weit wie möglich winterfest gemacht werden, um zusätzliche Schäden durch Witterungseinflüsse zu verhindern. Das Bergerlebnis Berchtesgaden bittet die Bevölkerung um Verständnis für den vorübergehenden Fluglärm während der Hubschraubertransporte.
Im betroffenen Bereich gilt weiterhin ein absolutes Betretungsverbot. Die Absperrungen und Anweisungen der Fachfirmen sind unbedingt zu beachten. Auch das Drohnenflugverbot bleibt aufgrund der anstehenden Versorgungsflüge bestehen.
Über den Fortschritt der Sicherungsarbeiten und die weiteren Maßnahmen wird das Bergerlebnis Berchtesgaden regelmäßig informieren.
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Kehlsteinhaus in Berchtesgaden bei Großbrand weitestgehend zerstört – 33-jähriger Tatverdächtiger vorläufig in psychiatrischem Krankenhaus untergebracht
24.10.2026 | Polizeipräsidium Oberbayern SüdBERCHTESGADEN, OT OBERSALZBERG, LKR. BERCHTESGADENER LAND. Wie bereits berichtet, geriet am Freitagabend, 23. Oktober 2026, das Kehlsteinhaus in Vollbrand und wurde dabei weitestgehend zerstört. Verletzt wurde nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei niemand. Ein dringend tatverdächtiger 33-Jähriger konnte als mutmaßlicher Brandstifter festgenommen werden. Er wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft heute dem Ermittlungsrichter vorgeführt und wurde aufgrund einer diagnostizierten psychischen Erkrankung vorläufig in einem psychiatrischen Krankenhaus geschlossen untergebracht. Die Ermittlungen in dem Fall führen die Staatsanwaltschaft und die Kriminalpolizei Traunstein.
Am Freitagabend (23. Oktober 2026) erging gegen 21.15 Uhr ein Brandalarm aus dem Kehlsteinhaus am Obersalzberg in Berchtesgaden an die Integrierte Leitstelle (ILS) in Traunstein. Die umgehend alarmierten Freiwilligen Feuerwehren stellten bereits auf Anfahrt fest, dass das Gebäude in Vollbrand stand.
Die Anfahrt zum exponiert gelegenen Brandort, wie auch die folgenden Löscharbeiten gestalteten sich schwierig. Rund 200 Rettungs- und Einsatzkräfte von Feuerwehren aus sechs Gemeinden, der Kreisbrandinspektion, dem Bayerischen Roten Kreuz, der Bergwacht und der Polizei waren die ganze Nacht über im Einsatz. Die Nachlöscharbeiten dauern derzeit immer noch an.
Bisherigen Erkenntnissen zufolge kamen bei dem Brand keine Menschen zu Schaden.
Unter Einsatzleitung des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd erfolgten die ersten Maßnahmen durch die örtlich zuständige Polizeiinspektion Berchtesgaden. Noch am Abend übernahmen die Brandfahnder der Kriminalpolizeiinspektion Traunstein, unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Traunstein, die Ermittlungen zur Brandursache. Ein gefahrloses Betreten des Brandobjekts ist den Ermittlern bislang aus Gründen der Eigensicherung nicht möglich. Die Untersuchungen werden in den kommenden Tagen unter Hinzuziehung eines Sachverständigen des Bayerischen Landekriminalamts fortgeführt.
Kurz nach Brandausbruch wurde von Einsatzkräften der Feuerwehr eine verdächtige Person im Umfeld des Brandortes festgestellt und gegen 21.45 Uhr vorläufig festgenommen. Die Verdachtsmomente wegen eines vorsätzlichen Brandstiftungsdelikts gegen den 33 Jahre alten Mann mit deutscher Staatsangehörigkeit, der seinen Wohnsitz in Berlin hat, erhärteten sich im Laufe des heutigen Tages, so dass gegen ihn ein dringender Tatverdacht bestand. Da in einem beauftragten Kurzgutachten eines psychiatrischen Sachverständigen eine psychische Erkrankung des Beschuldigten diagnostiziert wurde, stellte die Staatsanwaltschaft eine Antrag auf einstweilige Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus. Der Ermittlungsrichter folgte dem Antrag und erließ einen Unterbringungshaftbefehl wegen eines Brandstiftungsdelikts. Der 33-Jährige wurde von den Ermittlern der Kriminalpolizei danach unmittelbar in ein psychiatrisches Krankenhaus gebracht.
Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei zu den Hintergründen und dem Motiv der Tat dauern an.
Der Bereich um die Einsatzörtlichkeit ist weiterhin gesperrt. Derzeit besteht eine Flugverbotszone für Drohnen. Wanderer und Bergsteiger werden gebeten, die Region großräumig zu meiden