Mit Karabiner und Königssee-Blick
ein Klettersteig-Tag am Kleinen JennerEin bisschen mulmig, ganz viel Mut – und ein Ausblick, der jede Anstrengung wert ist.
Der eine Fuß balanciert auf einem Stahlbügel, der andere ist in den Fels eingespreizt. Eine Hand am Seil, die andere klammert sich an einem Felsvorsprung fest. Unten nichts als Leere – mindestens 50 Meter geht es hinunter. Der Blick schweift in ein wahrlich atemberaubendes Bergpanorama, direkt voraus König Watzmann mit seiner Felsfamilie. Die seichten Wasserstellen an der Seelände des Königssee und des Speicherteichs leuchten in karibischem Türkis herauf. Die Häuser im Tal sind nur kleine Pünktchen, rechts oben schweben die Gondeln der Jennerbahn zur Bergstation.
Ein bisschen mulmig ist mir schon, wie ich meine zehnjährige Tochter da so klettern sehe – im Schützensteig am Kleinen Jenner. Aber prompt setzt der beruhigende Gedanke ein: Wir sind gut gesichert und haben professionelle Begleitung.