Die Hilgerkapelle

Hilgerkapelle

Kapelle am Lockstein
    Jetzt geschlossenBerchtesgaden

An der Locksteinstraße in Berchtesgaden, in der Nähe des Krankenhauses, steht die Hilgerkapelle. Die spätbarocke kleine Kirche beherbergt jedes Jahr in der Karzeit ein kleines heiliges Grab.

Die Geschichte der Hilger Kapelle

Die Hilgerkapelle wurde im Zuge der Berchtesgadener Gegenreformation unter Fürstpropst Julius Heinrich von Rehlingen-Radau 1725 im Stil des Spätbarocks erbaut. Am 24. Mai 1867  ging die Kapelle unentgeltlich an die damalige Gemeinde Salzberg, heute Teil der Gemeinde Berchtesgaden, über. Bei Renovierungen im Jahr 1957 wurde der Altar aus dem Jahr 1778 freigelegt. Im Zuge einer Totalrenovierung der Kapelle 1981 bis 1982 wurde das Blechdach entfernt und durch ein Schindeldach ersetz. Spenden des Lions-Clubs Rupertigau ermöglichten 1982 die Anschaffung einer zweiten Glocke.

Das Heilige Grab in der Hilgerkapelle

1991 durchstöberten zwei Ministranten den Speicher der Hilgerkapelle nach einem der Gottesdienste, die damals monatlich in der Kapelle stattfanden, und entdeckten einen Korb mit Grabkugeln sowie einen kleinen Schrein mit einem liegenden Jesus aus Holz. Eine Recherche ergab, dass in der Hilgerkapelle früher einmal ein Heiliges Grab existiert hatte. Pfarrer Dr. Walter Brugger fasste nach der Entdeckung des Schreins den Entschluss, ihn von Friedl Reinbold restaurieren zu lassen und das Heilige Grab wiederaufzubauen. Am Gründonnerstag 1993 war es dann soweit: Die Nachbarschaft stiftete den Stoff zum Verhängen der Fenster sowie den Blumenschmuck. Am Gründonnerstag wurde der Schrein mit einigen Grabkugeln als Heiliges Grab aufgebaut. Nach Angaben der Mesnerin Therese Angerer war das Heilige Grab aber so noch nicht vollständig. Also  wurde der Speicher der Kapelle von den Ministranten noch einmal unter die Lupe genommen: Dabei entdeckten sie einen hölzernen Bogen zur Befestigung von Grabkugeln, in dessen Mitte das Allerheiligste gestellt werden kann. Allerdings waren die dazugehörigen Grabkugeln waren alle gesprungen und der Holzbogen war von der Feuchtigkeit schwer beschädigte und nicht mehr zu reparieren. Die direkten Nachbarn der Hilgerkapelle, Hans Neumayer senior und junior, erklärten aber spontan bereit, einen neuen Bogen anzufertigen. Eine weitere Hilfe wurde in Maler Georg Renoth junior gefunden, der den neuen Holzbogen nach alter Vorlage fasste. Die kleinen Glaskugeln wurden von Theodor Schober ersetzt. Alle diese Arbeiten geschahen unentgeltlich. 1994 konnte das Heilige Grab in der Hilgerkapelle dann vollständig aufgestellt werden. Seitdem werden alljährlich am Gründonnerstag die Fenster der Kapelle verhängt, Blumenschmuck wird angebracht, 32 Grabkugeln gefärbt und in den Holzbogen eingesetzt. 150 Teelichter erleuchten das Heilige Grab in der Hilger Kapelle. In der völlig abgedunkelten Kapelle, die nur durch das flackernde Licht der bunten Glaskugeln leicht erhellt wird, entsteht eine bedächtige Atmosphäre, die zwar nicht so pompös ist wie das berühmte Heilige Grab in Höglwörth, aber einen perfekten Rahmen für meditative Gedanken zu Ostern bildet.

Kontakt

HilgerkapelleLocksteinstraße 83471 Berchtesgaden

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