Klöcklsingen
Ein jahrhundertealter BrauchDer in Berchtesgaden noch recht verbreitete Brauch des Klöcklsingens oder Kletzeigehens geht bis ins 15. Jahrhundert zurück. In seinen ursprünglichen Formen handelt es sich um einen der vielen Neujahrsbräuche mit Sinnsprüchen und Glückwünschen für die kommende Zeit. Erst später wurde daraus ein „Heischebrauch“, bei dem Naturalien, vor allem Nüsse und Kletzen, also getrocknete Birnen, gesammelt wurden. Die armen Leute nutzten die Vorweihnachtszeit, weil man glaubte, die Herzen seien im Advent milder gestimmt. Im Laufe der Zeit wurde zu den essbaren Gaben auch immer öfter Geld gespendet.