Für die gesamte Rundwanderung, die eine Höhendifferenz von ca. 600 Metern aufweist, benötigen Sie bei normalen Tempo etwa 4 bis 5 Stunden. Sie können aber auch etappenweise den Weg erwandern oder vorzeitig abbrechen. Der Weg ist mit Schildern und Hinweispfeilen gekennzeichnet.
Von der Tourist Information in Oberau wandern wir über das Mühlhölzel (Mühlauer Freie) hinauf zum Weißensteiner Weg, zweigen unterhalb der Krapfreibe rechts ab und gehen Richtung Hirschlack - Auerloch zum Sattel. Vorbei am Seebachlehen und der alten Sägemühle überqueren wir den Prill- oder Lettengraben und gehen weiter leicht bergan zur Kapelle auf das „Resteck". Dort wurde im Jahre 1985 die Restecker Kapelle, nachdem sie beim Bombenangriff am 25. April 1945 völlig zerstört worden ist, vom Kainzenbauer wieder neu aufgebaut. Wir haben den ersten Platz unserer Sagenwanderung erreicht.
„Früher soll es an diesem Ort gegeistert haben, es ist besonders in der Nacht umgegangen" wie die Einheimischen sagen. Mancher Wanderer hat diesen unheimlichen Platz gemieden. So wird erzählt, dass man beim Überschreiten der Wegkreuzung auf das Resteck plötzlich nicht mehr weitergehen konnte, als ob eine unsichtbare Wand den Weg versperrt hätte. Erst als an dieser Stelle eine Kapelle erbaut wurde, hörte der Spuk plötzlich auf und es war Ruhe und Friede an diesem Ort. Der alte Knotzenbauer aus der Resten meinte sogar einmal die wilde Jagd, auch das „wuide Gjoad" genannt, an dieser Stelle brausen und heulen gehört zu haben. Auf einmal sei es aber ganz still geworden und gleich danach haben sich plötzlich viele kleine Vögel auf seinen Hut gesetzt und lauthals gezwitschert. Zu bestimmter Zeit hört man noch heute das Zwitschern dieser Vögel auf dem Resteck.
Wir wollen aber die Stille und Beschaulichkeit dieses Ortes genießen und nach einer kurzen Rast und stillen Einkehr bei der Restekker Kapelle den Weg weitergehen zum nächsten sagenhaften Platz unserer Wanderung. In Richtung Pechhäusl führt der fast ebene Weg durch den Wald zum Gaisstall. Vorbei an den Thannlehen, die unterhalb des Weges stehen, geht es weiter zum Gasthof Pechhäusl. Von dort wandern wir zum Parkplatz unterhalb der Rossfeld-Mautstelle Nord. Auf einer großen Weidefläche führt uns der Weg zu einem Feldkreuz, wir sind im Prilwald oder „Briae" mundartlich ausgesprochen. Die Rossfeldstrasse überquerend, gehen wir auf einer Forststrasse in Richtung Zinken. Dort erreichen wir nach etwa dreihundert Metern einen Holzlagerplatz.