Schweinsbraten mit Semmelknödel und Krautsalat

Schweinsbraten mit Semmelknödel und Krautsalat

Winterrezept | Gasthaus Auzinger | Bergsteigerdorf Ramsau bei Berchtesgaden
Simon Hillebrand vom Gasthof Auzinger
Familie Hillebrand vom Gasthof Auzinger in Ramsau bei Berchtesgaden

Falls Sie nicht das Original kosten können, kochen Sie unser Rezept doch bei sich zu Hause nach. Achten Sie besonders auf frische Zutaten und gutes Fleisch. Das Original aus dem über 100 Jahre alten Holz-Küchenofen gibt’s natürlich nur bei uns am Hintersee im Bergsteigerdorf Ramsau bei Berchtesgaden. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Historisches Wirtshaus am Hintersee

Im Gasthof Auzinger wird in sechster Generation gekocht und serviert. Gebaut wurde das Gebäude 1863. Seitdem steht es dort, auf der Talsohle zwischen Hochkalter und Reiter Alm, in unmittelbarer Nähe des Hintersees und direkt am Eingang zum Nationalpark Berchtesgaden unweit des Bergsteigerdorfs Ramsau bei Berchtesgaden. Mit seinen grünen Fensterläden, der einladenden Sonnenterasse und dem mit Geranien geschmückten Balkon ist es schon von außen der Inbegriff eines typisch bayerischen Wirtshauses. Drinnen wird es noch besser. Mit der Wandvertäfelung aus dunklem Holz, dem antike Parkettboden in Fischgrätmuster, einem großen Ofen mit moosgrünen Kacheln, den Jagdtrophäen jeglicher Größe und den Vorhängen, aus deren Stoff man sich auch gut eine Dirndlgwand-Schürze vorstellen könnte, ist die Gaststube ganz nach bayerischer Tradition. „Das ist alles, wie vor über 100 Jahren.

“Alles gut gepflegt und wie damals”, bekennt sich Simon Hillebrand stolz zur Beständigkeit des Auzingers. 1879 kaufte Simons Ur-Ur-Ur-Großmutter Babette Auzinger das Haus. Seitdem ist es in Familienbesitz. Die Gäste lieben den Gasthof. Gutes Essen, herzliche Bedienung und ein wunderbares Ambiente – die meisten werden schnell zu Stammgästen. Heutzutage wird alles frisch gekocht und gebacken, die Lebensmittel werden lokal eingekauft und der mit Holz geschürte Küchenofen gibt den Speisen einen ganz besonders guten Geschmack. “Das ist wirklich etwas ganz Besonderes – da merkt man, dass mit Herz gekocht wird”, schwärmt Simon. Sein Bruder und Vater sind in der Küche. Mutter Martina ist im Service nicht wegzudenken und kümmert sich um die Gästezimmer, die im Auzinger gemietet werden können.

Über eins freut sich die Senior-Chefin am Meisten: „Wir arbeiten nicht nur alle zusammen, wir machen auch gemeinsam Musik“. Sie spielt Gitarre, ihr Mann Anton Akkordeon, die Söhne Trompete, Tenorhorn und Kontrabass. Singen tun sie alle, als Zwei-Gesang, Drei-Gesang oder begleitend – und auch die Schwiegertochter macht mit. „Im Sommer, wenn es schön und warm ist, dann kann es schon mal vorkommen, dass wir einen Musi-Abend für unsere Gäste organisieren.“: Damit macht Martina so richtig Lust auf einen Besuch im Gasthof Auzinger mit guter, echt-bayerischer Volksmusik. Lautes Klappern in der Küche kündigt den Genuss an – der Schweinsbraten ist fertig. Es wird ruhig an den Tischen. Bis auf Weiteres übernimmt die Gaumenfreude die Geräuschkulisse im Gasthof Auzinger. 

Exquisiter Schweinsbraten und herzliche Bewirtung

Gasthof Auzinger am Hintersee
Nina Schlesener

Familie Hillebrand vom Gasthof Auzinger in Ramsau bei Berchtesgaden

Wir heißen Sie Willkommen, im Gasthof Auzinger im Bergsteigerdorf Ramsau, direkt am Nationalpark Berchtesgaden. Ob zum Mittagessen, nachmittags zu Kaffee und Kuchen oder an einem unserer Musi-Abende – genießen Sie unser typisch bayerisches Wirtshaus. Unsere Zutaten sind frisch und kommen aus der Region, wir kochen und backen alles selbst. Das schmecken Sie! Besonders bei unserem Schweinsbraten, der aus dem über 100 Jahre alten mit Holz beheizten Küchenofen kommt. Wer den einmal probiert hat, besucht uns immer wieder.

Rezeptanleitung

Zutaten für ungefähr vier Portionen

Schweinsbraten

• 2 TL grobes Meersalz
• 1 TL Pfefferkörner, schwarz
• 2 TL Kümmel, ganz
• 4 Knoblauchzehen, halbiert
• 2 EL Schmalz
• 1.500 - 2.000 g Schweinefleisch, ausgelöst
• 400 - 500 g Schweinsknochen, gehackt, walnussgroß
• ½ l dunkles Bier oder Malzbier
• 300 ml Apfelsaft
• 1 Lorbeerblatt, getrocknet
• 1 Zweiglein Rosmarin, frisch
• 1 Prise Majoran, getrocknet
• 1 Prise Thymian, getrocknet
• 2 EL Speisestärke

Das Fleisch ca. 60 Minuten vor der Zubereitung aus dem Kühlschrank nehmen. Knoblauch schälen und fein hacken. Fleisch mit Knoblauch, Kümmel, Salz und mit frisch gemahlenem Pfeffer oder fertig gemahlenem Pfeffer.
Das Fleisch mit Küchengarn in Form binden, damit es gleichmäßig gart und auch beim Braten seine Form behält. Das Backrohr auf 160 °C (Ober-/ Unterhitze) vorheizen. Schmalz in einem Bräter erhitzen, zuerst den Braten darin rundum anbraten und herausheben, dann die Knochen darin rundum dunkel anrösten. Die Knochen mit Bier löschen und den Bratensatz abkratzen. Den Braten daraufsetzen und im Backrohr ca. 90 Minuten braten. Braten während der Garzeit mit Sud aus Apfelsaft und Bier übergießen und Kräuter hinzugeben. Wenn nötig, noch etwas Wasser oder Bier dazu gießen.
Nach 90 Minuten Garzeit des Bratens die Backrohrtemperatur auf 80 °C reduzieren, Fleisch aus dem Bräter heben, auf Alufolie setzen und 10 Minuten im Rohr ziehen lassen.
In der Zwischenzeit für die Sauce den Sud durch ein Sieb gießen und nach Belieben mit etwas Stärke binden. Dafür Stärke in Wasser anrühren, in den Sud einrühren und die Sauce kurz aufkochen lassen. Braten aus dem Rohr nehmen, die Schnur entfernen und in Scheiben schneiden.
 

Semmelknödel

• 6 altbackene Semmeln
• 3 EL gehackte Petersilie
• 10 g Butter
• 1 Zwiebel
• 250 ml Milch
• 3 Eier
• Salz
• Pfeffer
• evtl. etwas Semmelbrösel zum Binden

Semmeln in kleine Würfel schneiden. Milch lauwarm erhitzen. Zwiebel fein hacken, in Butter anschwitzen und unter die Knödelmasse mischen. Petersilie waschen, klein schneiden und mit den Eiern zu den Semmelwürfeln geben. Mit der lauwarmen Milch übergießen und gut vermengen, dann ca. 10 Minuten ziehen lassen. Falls der Knödelteig zu feucht ist, mit etwas Semmelbrösel binden. In einem Topf Salzwasser zum Kochen bringen. Mit feuchten Händen 12 kleine Knödel formen und im Salzwasser ca. 15 Minuten gar ziehen lassen. Knödel mit einem Siebschöpfer aus dem Wasser heben.
 

Krautsalat

  • 100 g Speck (durchwachsener, Bauchspeck)
  • 1 mittelgroße bis große Zwiebel
  • 2 TL Zucker
  • 5 EL Essig
  • 300 ml Wasser (warm)
  • 1 kleiner Weißkohl (fertig geputzt ca. 1 kg)
  • 3 TL Salz
  • Pfeffer (schwarz, gemahlen)
  • Kümmel (ganz)
     

Den Speck würfeln und in einem großen Topf anbraten. Falls er zu mager ist, noch etwas Fett dazugeben. Die Zwiebel abziehen, fein würfeln und etwas mitbraten. Den Zucker dazugeben, karamellisieren lassen, dann mit Essig und dem warmen Wasser aufgießen und kochen lassen.

In der Zwischenzeit das Kraut halbieren. den Strunk sowie äußere und grobe Blattteile entfernen und in ca. 2 cm breite Abschnitte teilen. Diese dann noch in ca. 2 mm breite Streifen (nudelig) schneiden - nicht hobeln, das ist zu fein! Das nudelig geschnittene Kraut mit in den Topf geben, mit Salz, Pfeffer und Kümmel würzen und zugedeckt ca. 45 Min. leicht köcheln lassen. Dabei immer wieder umrühren. Den Salat nach Geschmack abschmecken und noch ca. 15 Minuten auf der ausgeschalteten Platte durchziehen lassen.

  • Gasthof Auzinger

    Ramsau
      Heute geöffnet