Im Bierzelt schmeckt der Obazde richtig gut – er passt zum Bier und zur Gemütlichkeit. Ich hab‘ ihn als traditionell-bayerisches Gericht auch immer und das ganze Jahr hindurch auf der Speisekarte. Kommt unbedingt vorbei und probiert ihn: Meine kalte Küche hat das beste Rezept!
“Im Bergsteigerdorf Ramsau steht der Gasthof Oberwirt, der seit über 500 Jahren im Besitz meiner Familie ist. Probiert unbedingt unseren Obazdn: Am besten bei uns im Biergarten, aber vielleicht auch mal bei Euch zu Hause, zur Brotzeit? Würzig, herzhaft und mit Liebe gemacht – so schmeckt Bayern.”
Direkt unterhalb der weltberühmten Kirche St. Sebastian im Bergsteigerdorf Ramsau steht der Traditonsgasthof Oberwirt. Und zwar schon seit über 500 Jahren. Im Jahr 1500 wurde er vom Stift Berchtesgaden erbaut – bereits 12 Jahre vor der Kirche, was die Bedeutung der Wirtschaft für die Bevölkerung unterstreicht – Körper und Geist zusammenhalten, quasi.
Teuta Scheidsach ist hier, in der Ramsau und besonders in diesem Gebäude, aufgewachsen. “Unser Zuhause war die Wirtschaft. Meine zwei Geschwister und ich waren es gewohnt, dass wir inmitten von Gästen aufwachsen. Und, dass die ganze Familie im Sommer extrem beschäftigt ist”, erinnert sich die junge Frau, deren blonden Haare sich immer wieder ins Gesicht stehlen. Wenn sie mal Freizeit hat, geht sie gern in die Berge und Radeln. Sie ist sehr sportlich und hat neulich ihren ersten Halbmarathon geschafft. Teuta hat Maler und Lackierer gelernt, danach noch eine Ausbildung zur Bürokauffrau drangehängt. Vor Kurzem hat sie bei einem Studium den Abschluss zum Food & Beverage-Manager in Österreich gemacht, um sich fit für den Betrieb zu machen. Obwohl es sie oft auf Reisen nach Asien, Neuseeland oder nach Skandinavien in die weite Welt hinauszieht, ist sie sicher, dass ihre Zukunft der Betrieb daheim in der Ramsau ist.
Das Hauptgebäude des Oberwirt ist denkmalgeschützt. Die dunklen Balken und der Grundriss der großen Stube ist im Originalzustand. Sie existiert so seit 1500. In den oberen Stockwerken sind neun Gästezimmer, im benachbarten Gästehaus weitere 16 Doppel- und Dreibettzimmer untergebracht. Jeden Tag gibt es Frühstück mit regionalen Produkten und Ausflugstipps für den Tag. „Im Sommer haben wir bis zu 50 Personen unter unserem Dach“ fasst Teuta zusammen. So mag sie das: “Wenn sich was rührt!” Im Nebengebäude mit geschnitzten Holzbordüren finden Hochzeiten statt. Dafür wird der Oberwirt im Herbst gern gebucht.
Jetzt schaut Teuta ihren drei Köchen über die Schulter. Metin, Udo und Michal mögen die kalte Küche sehr gern und kappeln sich gerade ein bisschen, welche Dekoration für den Teller mit dem Obazdn schöner ist – Radieschen oder Tomaten. Bestimmt und mit bayerischem Humor entscheidet die junge Chefin: “Und Schnittlauch gehört auch noch dazu.”
Im Bergsteigerdorf Ramsau steht der Gasthof Oberwirt, der seit über 500 Jahren im Besitz meiner Familie ist. Probiert unbedingt unseren Obazdn: Am besten bei uns im Biergarten, aber vielleicht auch mal bei Euch zu Hause, zur Brotzeit? Würzig, herzhaft und mit Liebe gemacht – so schmeckt Bayern.
Zutaten für drei bis vier Portionen:
Zubereitung:
Alle Zutaten in einer genügend großen Schüssel vermischen und zwei bis drei Minuten mit den Händen leicht durchkneten und vermischen. Dann mindestens 20 bis 30 Minuten im Kühlschrank ziehen lassen.
Mit einer frischen Halben Bier, einer reschen Brezen, alternativ auch Schwarzbrot, Radieschen und frischem Schnittlauch servieren.