Dokumentation Obersalzberg
Dauerausstellung "Idyll und Verbrechen"- Heute geöffnetBerchtesgaden
Die Dokumentation Obersalzberg ermöglicht es sich auf multimedialer Weise mit der Historie des Obersalzberges und der Geschichte der nationalsozialistischen Diktatur auseinanderzusetzen.
Die Dauerausstellung "Idyll und Verbrechen" gewährt Besuchern einen umfassenden Einblick in die Geschichte des Obersalzbergs und seiner Verbindung zu Adolf Hitler und dem Nationalsozialismus. Anhand von rund 350 Objekten, Dokumenten, Fotografien und multimedialen Elementen erklärt die Ausstellung den historischen Ort und erzählt vom Schicksal der Opfer. Das größte Exponat ist die historische Bunkeranlage, die ihm Rahmen der Dauerausstellung zugänglich ist. Die Dokumentation Obersalzberg betreibt seit 1999 die Aufarbeitung der NS-Vergangenheit und zählt dabei zu den bundesweit und international bedeutenden Einrichtungen.
Bereits seit 1923 war der Obersalzberg oberhalb Berchtesgadens Urlaubsdomizil Adolf Hitlers. Nach der Machtergreifung 1933 wurde der Obersalzberg zum Führersperrgebiet und systematisch zum zweiten Regierungssitz des Dritten Reichs neben Berlin ausgebaut. Die Dokumentation Obersalzberg zeigt die Geschichte des Obersalzberges und des Nationalsozialismus.
Europäischer Museumspreis für die Dokumentation Obersalzberg
Die Dokumentation Obersalzberg wurde mit dem Luigi Micheletti Award 2025 der European Museum Academy ausgezeichnet. Der renommierte europäische Museumspreis würdigt die neue Dauerausstellung „Idyll und Verbrechen“, die 2023 eröffnet wurde und sich mit der Geschichte des Obersalzbergs in der Zeit des Nationalsozialismus auseinandersetzt. Die Jury lobte insbesondere die eindrucksvolle Erzählweise, die gelungene Verbindung von lokalem Ort und historischem Kontext sowie das stimmige Zusammenspiel von Exponaten, Szenografie, Medien und Besucherführung.
Konzipiert und wissenschaftlich betreut wurde die Ausstellung vom Institut für Zeitgeschichte München–Berlin, das die historische Aufarbeitung und Vermittlung des Themas verantwortete. Die Dokumentation Obersalzberg war 2025 das einzige deutsche Museum unter den nominierten Institutionen. Seit der Neueröffnung haben rund 430.000 Besucherinnen und Besucher die Ausstellung gesehen – ein deutliches Zeichen für das anhaltend große Interesse an der Auseinandersetzung mit diesem geschichtsträchtigen Ort.
Dokumentation Obersalzberg
Die Dokumentation Obersalzberg bietet an diesem historischen Ort die Möglichkeit, sich mit der Geschichte des Obersalzbergs und der Geschichte des Nationalsozialismus insgesamt auseinanderzusetzen. Die multimediale Ausstellung dokumentiert die Geschichte des Obersalzbergs in Verbindung mit der nationalsozialistischen Diktatur.
Ort der Erinnerung und des Lernens
Die Dokumentation Obersalzberg besteht aus einer Dauerausstellung und verschiedenen wechselnden Ausstellungen und Vorträgen. Ein umfangreiches Bildungsangebot dient der Sensibilisierung und Aufarbeitung der NS-Vergangenheit nicht nur des Obersalzberges: Die Dokumentation beschränkt sich nicht auf das Ortsgeschehen, sondern weitet den Blick auf die zentralen Erscheinungen der NS-Diktatur.
Rundgänge & Mediaguide
Geschulte Guides begleiten Sie in den Rundgängen durch die Ausstellung "Idyll und Verbrechen" und erläutern anhand ausgewählter Exponate die wichtigsten Aspekte der Ausstellung. Für Einzelpersonen werden regelmäßig offene Rundgänge angeboten. Es besteht auch die Möglichkeit, Rundgänge für Gruppen (max. 20 Personen) zu buchen. Für Besucher der Dokumentation steht zudem ein Mediaguide zu Verfügung, entweder als Leihgerät oder als App.