Wir starten bei Stefan Holzners Hotel „Seeblick“ am Thumsee und radeln an der Uferstraße entlang und dann aufwärts Richtung Berchtesgaden. Nach dem kurzen Antonibergtunnel geht es nach rechts auf die Deutsche Alpenstraße. Wir folgen der Alpenstraße über Schneizlreuth bis Unterjettenberg, queren dort über eine Steinbrücke die Saalach und radeln weiter geradeaus nach Ramsau. Mit der Schwarzbachwacht, im Volksmund „Wachterl“ genannt, steht der erste große Berg bevor. Der Gebirgspass in Ramsau bei Berchtesgaden ist 868 m hoch. Wir treten für die lange Steigung fest in die Pedale und genießen zwischendurch den Ausblick auf die steilen Berge des Lattengebirges links und auf die Reiteralm rechts.
Beim Gasthof Wachterl haben wir den ehemaligen Soleleitungs-Pass erklommen. Gleich bei der ersten Abzweigung biegen wir nach rechts auf die Nebenstraße zum Taubensee ab. Es geht durch ein kurzes Waldstück am See vorbei. Im Frühling blüht auf den Wiesen der Enzian. Auch im Sommer zieren viele bunte Blumen den Wegesrand. Beim Bindenkreuz, eine Kreuzung mit urigem Marterl, radeln wir nach rechts leicht aufwärts über die Almwiesen mit Kühen auf und neben der schmalen Straße. Oben angekommen rollen wir hinab zum Hintersee, umrunden den kleinen eisig kalten Gebirgssee mit Blick auf Deutschlands einzigen Gletscher am Blaueis.Wir radeln am Fuße des schroffen Hochkalter und der steil vor uns aufragenden Schärtenspitze durch den Zauberwald ins Bergsteigerdorf Ramsau hinab. Knapp 400 Meter vor dem Ortsschild von Ramsau, bekommen wir am „Ruppentrögl“, einem Trinkbrunnen am linken Straßenrand, die Gelegenheit unsere Wasserflaschen aufzufüllen.
Weiter radeln wir an der weltbekannten Ramsauer Pfarrkirche vorbei und halten an der Ramsauer Ache für ein Foto mit Radl vor der Kirche. Die markant-schroffe Reiteralpe thront im Hintergrund. Es geht weiter durch das Bergsteigerdorf. Steil ragen Steinberg und Watzmann neben uns in den Himmel. Am Kreisverkehr nehmen wir die zweite Ausfahrt und radeln aufwärts zurück auf die Deutsche Alpenstraße. Hier beginnt die größte Steigung auf das Hochschwarzeck (1.395 m). Über Serpentinen und durch ein Felsentor treten wir auf der Alpenstraße zum Schwarzeck und dann rechts steil weiter zum Berggasthof Zipfhäusl hinauf. Wir kehren ein beim Gasthof am Soleleitungsweg, genießen den Blick auf den mächtigen Watzmann und den schroffen. Zum Ski- und Wandergebiet Hochschwarzeck sind es jetzt nur noch zwei Serpentinen. Hier haben wir bereits rund 1.000 Höhenmeter der Tour geschafft. Über den Bischofswieser Ortsteil Loipl rollen wir, vorbei an der Rehaklinik, nach Winkl.
Neben der Bundesstraße 20 führt der asphaltierte Radweg des Berchtesgadener Radsterns (Zeichen mit lila Stern) Richtung Bad Reichenhall. Über den Pass Hallthurm geht es nach Bayerisch Gmain und weiter bis Bad Reichenhall. In der Alpenstadt biegen wir an der ersten großen Kreuzung nach links Richtung Krankenhaus ab, radeln über die Luitpoldbrücke nach Karlstein. Wir fahren vorbei an der Wallfahrtskirche Sankt Pankraz und der Burgruine Karlstein. Es folgen die letzten Höhenmeter aufwärts zurück zum Ausgangspunkt am Thumsee. Dort springen wir in den Badesee, schwimmen eine Runde und kehren danach erfrischt beim fünffachen Ironman-Sieger im Triathlon, Stefan Holzner, im Familienhotel Seeblick, ein.