Die Sage der Steinernen Agnes
Der Sage nach war Agnes eine gottesfürchtige und keusche Sennerin, die durch die Versteinerung vor den Avancen des Teufels geschützt werden sollte. Mit ein wenig Fantasie erkennst Du in dem Felsturm die Sennerin mit ihrem Hut. Die Steinerne Agnes entdeckst Du am Fuße der Schlafenden Hexe, einer weiteren sagenumwobenen Felsformation: dem Rotofen, der vom Tal aus gesehen einer liegenden Frau ähnelt. Am auffälligsten ist sicherlich der Große Rotofen, die Nase der Schlafenden Hexe. In Anspielung auf Größe und Form der Nase von Maximilian von Montgelas wird der Große Rotofen auch Montgelas-Nase genannt.
Wanderung zur Steinernen Agnes
Die Wanderung zur Steinernen Agnes ist ein echter Geheimtipp: Vom Parkplatz am Hallthurm in Bischofswiesen wanderst Du auf einem Forstweg bis zur Hochspannungstrasse. Dort zweigt nach rechts ein Steig ab, der Dich durch einen schattigen Bergwald auf den Rotofensattel führt. Von hier wanderst Du mit leichten Auf- und Abstiegen bis zur Steinernen Agnes, die 50 Meter oberhalb des Steiges steht. Auf eine Besteigung der Felsformation verzichtest Du. Wenn Du möchtest, kannst Du knapp 400 weitere Höhenmeter zum Dreisesselberg aufsteigen. Für den Abstieg gehst Du von der Steinernen Agnes etwa 60 bis 80 Meter zurück und steigst dann rechts über den Bichlberg nach Winkl ab. Beim Bichllehen triffst Du auf den Bischofswieser Panoramaweg, dem Du zurück zum Ausgangspunkt folgst.
Die Steinerne Agnes gehört zu den drei Naturschönheiten im Berchtesgadener Land, die das Bayerische Landesamt für Umwelt mit dem Gütesiegel „Bayerns 100 schönste Geotope“ ausgezeichnet hat.
Weitere ausgezeichnete Geotope:
- Zauberwald Ramsau
- Ehemalige Eiskapelle am Königssee