Im Schusterstein haben wir einen Felsen als Wahrzeichen und unser Gasthaus als Euren Genussort. Probiert unbedingt mein Biergulasch. Natürlich dürft Ihr es daheim nachkochen. Aber am Besten schmeckts mit dem Rindfleisch vom Schusterbauern. Kehrt doch bei Eurem nächsten Ausflug an den Königssee oder Eurer nächsten Wanderung in der Umgebung bei uns ein - wir freuen uns auf Euch!
Der Name des Gasthauses Schusterstein kommt von einem faszinierenden Wahrzeichen der Natur: Ein gewaltiger Felsbrocken aus Dachsteinkalk, majestätische 15 Meter breit und 6 Meter hoch, ruht inmitten der Wiese vor dem Gasthaus, als hätte ihn ein Riese beim Spielen fallen gelassen. Von zarten Bäumen bewachsen, fängt er unweigerlich den Blick eines jeden Reisenden auf dem Weg zum Königssee. Das Naturdenkmal wurde vor mehreren Jahrtausenden vom Königsseegletscher auf seiner formenden Reise durch das Tal mitgetragen und beim Schmelzen des Eises für die Ewigkeit an diesem Platz zurückgelassen. Die Einheimischen tauften ihn nach dem nahegelegenen Schusterlehen, einem stattlichen Bauernhof in Sichtweite. An warmen Sommertagen wird der Stein oft zur lebendigen Kulisse für Kletterer, die hier ihre Boulderkunst perfektionieren.
Im Jahr 2025 feiert das Gasthaus Schusterstein sein 70-jähriges Bestehen – sieben Jahrzehnte, in denen es ununterbrochen im Besitz derselben Familie geblieben ist. Im Juli 2025 übernimmt Sebastian „Wasti“ Punz junior den Betrieb. Nachdem sein Vater seit 2003 Chef des Hauses ist, bricht mit Wasti jun. die Ära der vierten Generation an. Bereits seit sechs Jahren arbeitet er mit Leidenschaft im Familienbetrieb mit.
Wasti ist ausgebildeter Koch, der seine Ausbildung im renommierten Vier-Sterne-Superior Hotel Edelweiß in Berchtesgaden mit Bravour abgeschlossen hat. Seine kulinarische Reise führte ihn anschließend für vier Winter ins österreichische Maria Alm, wo er hungrige Skifahrer bekochte, und für zwei unvergessliche Sommer in die idyllische Ausflugsgaststätte St. Bartholomä am Königssee. Seine Liebe zum Kochen und sein Hunger nach Wissen trieben ihn kürzlich zur Kochschule von Andi und Franzi Schwaiger in München, wo er sich gemeinsam mit anderen aufstrebenden Talenten der Berchtesgadener Kochszene weiterbildete.
Im Gasthaus Schusterstein verfolgt Wasti eine Vision, die das Beste aus zwei Welten vereint: Die bayerische Hausmannskost, die das Haus seit Generationen prägt, wird behutsam durch moderne Akzente bereichert. So finden nun auch Surf & Turf-Gerichte – die harmonische Verbindung von saftigem Fleisch mit frischen Meeresfrüchten – sowie kreative vegetarische und vegane Speisen ihren Platz auf der Speisekarte.
Die traumhafte Lage des Gasthauses in unmittelbarer Nähe zum mystischen Königssee und der bekannten Kunsteisbahn verspricht das ganze Jahr über reges Treiben. Mit dem Wiederaufbau der Rodelbahn nach den verheerenden Unwetterschäden von 2021 und den geplanten Weltcup-Veranstaltungen im kommenden Winter blickt Wasti erwartungsvoll auf volle Gasträume in den kalten Monaten. Im Sommer füllt sich das Haus mit seinen 100 sonnenverwöhnten Terrassen-Sitzplätzen und 70 gemütlichen Plätzen in der traditionellen Gaststube regelmäßig mit lustigem Leben. Die Ausflügler vom Königssee und zahlreiche Wanderer, die von ihren Touren am Jenner, Grünstein oder rund um den fjordartigen See zurückkehren, bringen einen gesunden Appetit mit – an manchen Tagen zaubern Wasti und sein engagiertes Team bis zu 200 Mahlzeiten für ihre dankbaren Gäste. Die Familie bildet dabei das Herzstück des Betriebs: Während Wastis Mutter den Ausschank betreut, kreieren er selbst, sein Vater und sein zukünftiger Schwager leckere Mahlzeiten in der Küche. Zwei engagierte Kellner mit zwei fleißigen Aushilfen sorgen dafür, dass jeder Gast sich rundum verwöhnt fühlt.
Das Schusterstein hat neben der einladenden Gaststube vier gemütliche Doppel- und ein Einzelzimmer. Ab Juni verzaubert das Haus seine Gäste wieder mit stimmungsvollen Grillabenden jeden Donnerstag und öffnet seine Türen für unvergessliche Familienfeiern mit bis zu 70 Personen.
Vor dem Gasthaus, gleich am Parkplatz, zeigt Wasti mit spürbarem Stolz das neue "Kas-Kastl". Seine Freunde Ramona und Nicholas Mühlbauer haben kürzlich die erste Käserei in Berchtesgaden eröffnet und produzieren den köstlichen "Käse aus Königssee" aus der frischen Milch heimischer Bauern. Der kann im liebevoll gestalteten Selbstbedienungsschränkchen mit kleinem Kühlschrank gekauft werden. "Wir haben eh alles, was wir zum Leben brauchen, hier vor Ort," sagt Wasti mit einem warmen Lächeln und wünscht sich, dass sich immer mehr solcher lokalen Initiativen erfolgreich durchsetzen – ein Wunsch, der seine tiefe Verbundenheit mit seiner Heimat und ihrer Zukunft widerspiegelt.
Wir begrüßen Euch im Gasthaus Schusterstein, wo bayerische Gastfreundschaft seit 70 Jahren zuhause ist. Wir sind hier nur einen Steinwurf vom Ufer des Königssees entfernt. Ich koch Euch heute ein saftiges Gulasch. Das habt Ihr Euch nach einem Ausflugstag am See oder einer tollen Wanderung verdient.
Zutaten für etwa vier Portionen
Zutaten Gulasch:
Zubereitung Gulasch:
Zuerst das Gulaschfleisch in einem großen Topf scharf anbraten, bis es rundum gut gebräunt ist – so entwickelt sich das typische kräftige Aroma. Sobald das Fleisch schön Farbe genommen hat, fein gewürfelte Zwiebeln und gehackter Knoblauch hinzufügen. Diese mit dem Fleisch zusammen weiter anbraten, bis die Zwiebeln glasig und leicht gebräunt sind. Anschließend Paprikapulver zugeben und ganz kurz mitrösten – nur für ein paar Sekunden, damit es nicht bitter wird.
Nun das Ganze mit einem Schuss Bier ablöschen. Die Flüssigkeit kurz einkochen lasen, damit der Sud etwas einreduziert und an Geschmack gewinnt. Danach mit Wasser aufgießen, bis das Fleisch gut bedeckt ist, mit Salz und Pfeffer würzen, und das Gulasch bei kleiner Hitze sanft vor sich hin köcheln lassen – je nach Fleischqualität etwa eineinhalb bis zwei Stunden.
Währenddessen das Gemüse vorbereiten: Karotten und Sellerie schälen, die Karotten längs halbieren und in etwa fünf Millimeter dicke Scheiben schneiden. Den Sellerie in kleine Stücke von etwa fünf mal fünf Millimetern würfeln. Den Lauch längs halbieren, gründlich waschen und dann ebenfalls in halbe Ringe schneiden, etwa so dick wie die Karottenscheiben.
Etwa 15 Minuten vor Ende der Garzeit das vorbereitete Gemüse zum Gulasch geben und mitgaren, damit es bissfest bleibt und nicht zerkocht. Zum Schluss gut abschmecken – je nach Vorliebe mit Salz, Pfeffer oder einem Spritzer Essig.
Zutaten Speckkrautsalat:
Zubereitung Speckkrautsalat:
Den Weißkohl zunächst vierteln, vom Strunk befreien und anschließend in feine Streifen schneiden oder hobeln. Den geschnittenen Kohl in eine große Schüssel geben, mit einem Teelöffel Salz und einem Teelöffel Zucker bestreuen und kräftig durchkneten. Dadurch wird der Kohl weicher und beginnt, Flüssigkeit zu ziehen. Diesen Vorgang etwa zehn Minuten wirken lassen.
In der Zwischenzeit den durchwachsenen, geräucherten Speck in kleine Würfel schneiden und in einer Pfanne bei mittlerer Hitze auslassen, bis er goldbraun und knusprig ist. Das dabei austretende Fett nicht wegschütten, sondern mitverwenden – es sorgt später für das typische Aroma.
Während der Speck brät, eine Marinade aus Weißweinessig, Sonnenblumenöl, frisch gemahlenem Pfeffer und etwas Kümmel anrühren. Wer es kräftiger mag, kann auch einen Schuss vom heißen Speckfett mit in die Marinade geben.
Sobald der Speck fertig ist, wird er samt Bratfett über den vorbereiteten Kohl gegeben. Anschließend die Essig-Öl-Mischung darüber träufeln und alles gründlich vermengen. Der Salat sollte nun mindestens 30 Minuten durchziehen, damit sich die Aromen gut verbinden. Vor dem Servieren nochmals abschmecken und nach Belieben mit fein geschnittenem Schnittlauch oder Petersilie garnieren.
Zutaten Semmelknödel:
Zubereitung Semmelknödel:
Die Semmelwürfel in eine große Schüssel geben. Die Milch leicht erwärmen und darüber gießen. Etwa 10–15 Minuten ziehen lassen, dabei gelegentlich umrühren, damit die Milch gleichmäßig aufgenommen wird.
In der Zwischenzeit die Zwiebel fein würfeln und in der Butter glasig anschwitzen. Dann zur Semmelmasse geben. Eier hinzufügen, mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen. Wer mag, kann auch etwas gehackte Petersilie unterrühren.
Alles gut vermengen – am besten mit den Händen. Die Masse sollte gut formbar, aber nicht zu trocken oder zu klebrig sein. Falls sie zu feucht ist, etwas Semmelbrösel zugeben; ist sie zu trocken, einen Schluck Milch ergänzen.
Mit nassen Händen 8 gleich große Knödel formen. In leicht siedendem, gesalzenem Wasser ca. 20 Minuten gar ziehen lassen – nicht sprudelnd kochen, sonst zerfallen sie!