Vorsicht bei Begegnung von Hunden und Kühen auf der Alm
Trifft ein Wanderer mit einem Hund auf eine Kuh oder ein Jungtier, bleibt das Rind meist erst einmal stehen und fixiert den Hund. Dabei hebt und senkt es den Kopf, geht etwas in die Knie und schnaubt – das heißt: Es riecht intensiv, weil es relativ schlecht sieht. Dann geht das Rind meist einige, oft langsame Schritte in Richtung seines Ziels, bevor es losläuft.
Wenn es nicht unbedingt nötig ist, solltest Du den grasenden Tieren nicht zu nahe kommen und vor allem Kälber nicht streicheln oder füttern. Die Tiere könnten beim nächsten Wanderer gereizt reagieren. Das kann zu Missverständnissen führen, bei denen sich der Wanderer bedroht fühlen kann. Zeigt eine Herde Unruhe oder wirst Du bereits von Tieren fixiert, halte unbedingt Abstand. Nimm lieber einen Umweg in Kauf. Halte Deinen Hund an der Leine und verhindere, dass er der Herde zu nahekommt oder sogar jagen will. Hunde gleichen potenziellen Feinden, insbesondere von Jungtieren, und werden daher hin und wieder von Muttertieren als Bedrohung wahrgenommen. Führe Deinen Hund immer an der Leine. Im Nationalpark Berchtesgaden herrscht Leinenpflicht, aber auch auf den Almen und Weideflächen außerhalb des Nationalparks gehört der Hund an die Leine.
Sollte es trotzdem zu einer gefährlichen Situation kommen, bewahre Ruhe und lauf nicht davon. Im absoluten Notfall versetze dem Rind mit dem Stock einen gezielten Schlag auf die Nase. Andernfalls geh langsam und gleichmäßig aus der Gefahrenzone, ohne den Tieren den Rücken zuzukehren. Das ist der einzig richtige Weg, mit einer gefährlichen Begegnung umzugehen. Wenn möglich, umgehe offene Weideflächen mit Deinem Hund.
In der Regel sind die Kühe auf der Alm aber sehr friedlich! Wenn Du unsere Verhaltenstipps beachtest, steht einer unbeschwerten Almwanderung nichts im Weg.