Steinbrünning
Filialkirche St. Johann Baptist in Saaldorf-Surheim- Jetzt geschlossenSaaldorf-Surheim
Rund um eine ehemalige Burganlage erstreckt sich das Ensemble Steinbrünning aus Kirche St. Johann Baptist, Wirtshaus und alten Bauernhöfen.
Rund um eine ehemalige Burganlage erstreckt sich das Ensemble Steinbrünning aus Kirche St. Johann Baptist, Wirtshaus und alten Bauernhöfen. Der Burgstall Steinbrünning ist eine abgegangene Wasserburg in der Mitte des Ortsteils Steinbrünning in Saaldorf-Surheim im Rupertiwinkel. Die Burg wurde von den Herren von (Stein-)Brünningen erbaut und erstmals 1120 erwähnt. Von der ehemaligen Burganlage sind noch der Burghügel und der ihn umgebende kreisrunde Wassergraben erhalten. 1273 wurde auf dem Burghügel die Kirche St. Johann Baptist erbaut.
Kirche St. Johann Baptist
Das Gotteshaus stammt aus dem 13. Jahrhundert und wurde im Jahr 1273 geweiht. Im Kern romanisch mit barockem Zwiebelturm, wurde die Kirche in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts komplett barockisiert. Als Patron wurde der Heilige Johannes der Täufer erwählt. Der Kirchenbau befindet sich dort, wo früher sich eine Burg befand. Noch heute erinnert der Wassergraben, der den Burghügel umschließt, an die ehemalige Festung.
Die Muttergottes in „Guter Hoffnung“
In Schönheit und Ausstrahlung Hilfe versprechend … - eine der sehr seltenen Darstellungen von Maria „in guter Hoffnung“ – zu finden in der Filialkirche St. Johannes der Täufer Steinbrünning an der Nordwand des Kirchenschiffes (heute Pfarrei Saaldorf) – ein Gemälde aus der Laufener Werkstatt von Margarethe Magdalena Rottmayr (geb. Zehentner); - oder vielleicht sogar von ihrem Sohn Johann Michael Rottmayr (1654 – 1730), der ihr von Jugend an half und ob seines großen Könnens und seiner malerischen Virtuosität es später als Barockmaler zu großer Berühmtheit brachte. Das Bildnis zeigt Maria in sich versunken mit gefalteten Händen über ihren Leib mit dem Christusmonogramm. Der neben ihr stehende Mai-Krug mit Blumenstrauß symbolisiert das aufblühende Leben, Reinheit und Tugend.
Nicht von ungefähr kommt die hohe Verehrung dieses Bildnisses und viele schwangere Frauen – man nannte es „Guter Hoffnung sein“ – pilgerten mit der Bitte um eine gute Geburt nach Steinbrünning. Ein Kind zu bekommen bedeutete über die Jahrhunderte ohne den heute üblichen ärztlichen Beistand oft das Sterben von Mutter und/oder Kind; Hilfe versprachen sich die Frauen – und das bekamen sie leider nicht immer - von einer hoffentlich anwesenden Hebamme.
Gasthaus Steinbrünning
Direkt auf der anderen Seite des Wasserabens liegt das Gasthaus Steinbrünning, das seit Jahrhunderten bereits das Dorfwirtshaus ist. Jedes Jahr wird in Steinbrünning noch das traditionsreiche Kirchweih-Fest gefeiert, das noch erhalten hat, wo dieses Brauchtum in anderen Orten längst in Vergessenheit geraten ist.