Neue Traunsteiner Hütte
Das Karl-Merkenschlager-Haus auf der Reiter Alm- Jetzt geschlossen
- Ramsau
- 1560m
- Alpenverein
- Betten
Auf dem wildromantischen Plateau der Reiter Alm erwartet Dich die Neue Traunsteiner Hütte als Drehkreuz des vielseitigen Wege- und Tourennetzes im Reiter-Alm-Massiv. Laufend saniert, gilt die Hütte als Vorzeigeobjekt des Deutschen Alpenvereins.
Die Reiter Alm ist ein Hochplateau an der Grenze zwischen Bayern und dem österreichischen Bundesland Salzburg. Sie begrenzt den Berchtesgadener Talkessel, speziell das Bergsteigerdorf Ramsau im Westen. Auf 1.560 Metern Höhe findest Du die Neue Traunsteiner Hütte mitten auf diesem Tafelgebirge. Damit hast Du hier einen zentralen Stützpunkt für Bergtouren im Massiv der Reiter Alm.
Die Neue Traunsteiner Hütte des Deutschen Alpenvereins
Zum Übernachten stehen Dir in der Traunsteiner Hütte zwölf Doppelzimmer und zwei Vierbettzimmer zur Verfügung. Möchtest Du das typische Flair einer Hüttenübernachtung erleben, kannst Du in einem der Matratzenlager mit sechs, acht, 13 oder 20 Schlafplätzen übernachten. In den Gaststuben der Berghütte genießt Du am Abend echte Hüttengaudi. Romantiker bevorzugen das Salettl: Hier kannst Du auf Vorbestellung ganz romantisch zu zweit dinieren.
Aufstieg zur Reiter Alm und Tourenmöglichkeiten
Eine fahrbare Straße auf die Reiter Alm gibt es nicht - entsprechend aufwendig ist die Versorgung der Neuen Traunsteiner Hütte. Die Seilbahn, die von Oberjettenberg auf die Reiter Alm führt, ist zudem der Bundeswehr vorbehalten. Stattdessen erreichst Du das Hochplateau über mehrere anspruchsvolle Aufstiege: Vom Wanderparkplatz Wachterl im Bergsteigerdorf Ramsau steigst Du über den sogenannten Wachterlsteig auf die Reiter Alm. Vom benachbarten Oberjettenberg wanderst Du über den Schrecksattel hinauf. Vom Hintersee führt Dich der Weg über die Eisbergscharte auf die Reiter Alm, von Unken in Österreich steigst Du über den Alpasteig auf.
Von der Neuen Traunsteiner Hütte kannst Du zu abwechslungsreichen Bergtouren aufbrechen und mehrere Gipfel besteigen, zum Beispiel das Stadelhorn, das Wagendrischelhorn, das Große Häuselhorn, den Weitschartenkopf oder den Edelweißlahnerkopf. Bist Du ausdauernd und trittsicher, kannst Du über die Mayrbergscharte und den Schaflsteig entweder zum Hintersee absteigen oder zum Hirschbichl weitergehen. Als konditionsstarker Bergsteiger kannst Du Deine Tour über Edelweißlahner und Hintersee bis zur Blaueishütte fortsetzen.
Die Geschichte der Neuen Traunsteiner Hütte
Mit dem Beschluss von 1933, beim Grenzübertritt nach Österreich eine Gebühr von 1.000 Reichsmark zu entrichten, wollten die Nazis die schon damals stark vom Tourismus geprägte Wirtschaft Österreichs schwächen. Damit drohte auch der knapp neben der Grenze auf österreichischem Gebiet liegenden, 1901 erbauten Traunsteiner Hütte der Alpenvereinssektion Traunstein das wirtschaftliche Ende.
Die Alpenvereinssektion Traunstein unter ihrem damaligen Vorsitzenden Karl Merkenschlager errichtete deshalb auf der bayerischen Seite der Grenze auf einer Höhe von 1.570 Metern ein sehr viel größeres Haus: die Neue Traunsteiner Hütte. Seit der Eröffnung der Berghütte am 4. September 1938 wurde das nach Karl Merkenschlager benannte Haus im Laufe der Jahrzehnte ständig modernisiert und mit neuester Technik ausgestattet.
Diese Neue Traunsteiner Hütte liegt ebenso wie die öffentlich nicht zugängliche Alte Traunsteiner Hütte mitten im weitläufigen Almgebiet der Reiter Alm. Mitten durch diese Hochfläche verläuft die heute bedeutungslose Grenze zwischen Bayern und Österreich, die auch den Rand des Nationalparks Berchtesgaden bildet.