Das Berchtesgadener Land ist seit Menschengedenken geprägt von den Bergen und den Wäldern an ihren Hängen. Die Wälder dienen nicht nur als natürlicher Schutz vor Lawinen und Murrenabgängen, die Wurzeln der Bäume speichern Unmengen an Wasser und sind so ein elementarer Bestandteil der Trinkwasserversorgung der Region.
Der älteste Baum im Nationalpark Berchtesgaden ist eine Zirbe im oberen Sittersbachtal im Hochkaltermassiv mit einem Alter von fast 800 Jahren. Auch im Steinernen Meer stehen Zirben, die bereits ein Alter von 500 Jahren und mehr erreicht haben. Am Kaunersteig, der vom Königssee zur Gotzenalm führt, steht die älteste Tanne der Region, ein großer und mächtiger Baum von über 500 Jahren. Nicht ganz so alt werden die Fichten, allerdings gibt es auch einzelne Exemplare im Nationalpark, die bereits 450 Jahre alt sind. Im Steinernen Meer steht auch eine besonders alte Arve, ein Zirbelkiefer, die bereits über 500 Jahre alt ist.
Aber nicht nur alte, sondern auch sehr große Bäume gibt es im Nationalpark Berchtesgaden: Der höchste Baum ist eine Fichte in der Röth mit einer Höhe von knapp 48 Metern. Auch auf der vielbesuchten Halbinsel Sankt Bartholomä am Königssee ist einer der Riesenbäume zu bestaunen: Hier wächste eine Ulme, die bereits 42,5 Meter hoch ist.
An der Alpenstraße im Bergsteigerdorf Ramsau steht der älteste Baum im Berchtesgadener Land: die Hindenburglinde. Ihr genaues Alter ist nicht bekannt, allerdings schätzt man die große Linde auf etwa 1000 Jahre. Damit gehört diese Linde, die auch der Namesgeber des danebenliegenden Gasthauses und Hotels HindenburglindeGasthauses und Hotels Hindenburglinde ist, zu den ältesten Bäumen Bayerns. Nicht ganz so alt ist die Seedaxe in Maria Gern. Doch die mächtige und sehr schlanke Fichte bringt es nicht nur auf ein Höhe von über 40 Meter, sondern auch auf ein imposantes Alter von 400 Jahren.