Die Bindalm im Nationalpark Berchtesgaden

Unsere Almen

Traditionelle Almen in Berchtesgaden

Die Berchtesgadener Alpen sind – wie alle Berge Bayerns – seit Jahrhunderten geprägt von den Weideflächen der Bergbauern, den Almen. Auch heute noch erlebst Du viele Almhütten, die sogenannten Kaser, während des etwa 100 Tage dauernden Almsommers traditionell bewirtschaftet. Nirgendwo sonst in Bayern findest Du so viele aktiv bewirtschaftete und landwirtschaftlich genutzte Almen wie in Berchtesgaden. Unsere Almen sind dabei mehr als landwirtschaftliche Betriebe: Viele Almen haben sich zu beliebten Ausflugszielen entwickelt - Du erreichst sie über Wanderwege und auf Mountainbike-Touren. Nach einer anstrengenden Wanderung oder Radltour kannst Du bei vielen Almen einkehren und Dich bei einer Brotzeit stärken.

Schüsselkas | Schüsselkäse

Tipp: Auf einigen Almen wartet der traditionelle Schüsselkas auf Dich – eine deftige Käsespezialität, die es nur in Berchtesgaden gibt!

Almen im Klausbachtal

Das Tal der Almen

Das Klausbachtal ist eines der Kerntäler des Nationalparks Berchtesgaden. Es ist nicht nur als Tal der Adler und Geier bekannt, sondern auch als Tal der Almen. Direkt an das Klausbachtal schließen auf österreichischer Seite die Weißbacher Gemeinschaftsalmen an.

  • Die Bindalm
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    Die Bindalm

    Ramsau
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  • Fotomagie Berchtesgaden

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  • Die Ragert Alm
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  • Almidylle auf der Litzlalm

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  • Eine Pinzgauer auf der Mittereisalm

    Die Mittereisalm

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Was ist eine Alm?

Eine Alm („Alpe“ im Allgäu) ist eine beweidete Fläche im Gebirge, die außerhalb der bergbäuerlichen Dauersiedlung liegt. Wegen der Wetterverhältnisse und der topografischen Bedingungen in den Hochlagen kann sie nur für einige Monate im Sommer bewirtschaftet werden. Bereits im 12. und 14. Jahrhundert wurden großflächige Waldgebiete in den Bergen gerodet, um Weideland zu gewinnen. Auch die bereits waldfreien, alpinen Rasenflächen wurden als Weideflächen genutzt. Die traditionelle, temporäre Behausung auf der Alm – eine einfache Wohn-, Schlaf- und Arbeitsstätte mit offener Feuerstelle – heißt im Berchtesgadener Land Kaser. Während der sommerlichen Weidesaison wohnen dort die Sennerin oder der Senner. Meist wurde ein Stall an die Almhütte angebaut oder freistehend errichtet. Für den Bau der Gebäude werden überwiegend Materialien aus der Umgebung verwendet, sodass sich die Gebäude gut in die Landschaft einfügen. Typisch ist die Verwendung gerade gewachsener Stämme von Nadelbäumen, die waagrecht verbaut werden und die Mauern des Kasers bilden. Die Dächer der Almen sind typischerweise mit Legschindeln aus Fichtenholz gedeckt.

Eine besondere Bauform ist der Rundumkaser: Um einen halbwegs trockenen Melkplatz zu haben, ließ man die Dachflächen der Hütte immer weiter überstehen. Die offenen Unterstände unter dem Vordach wurden zunächst nur von einem offenen Stangengerüst umschlossen, später dann aber mit Schrotwänden massiv ausgeführt. Noch heute kannst Du diese bauliche Weiterentwicklung der Almhütten am auf die Bindalm verlegten Schiedkaser sehen, der ursprünglich auf der Feldalm unweit des Funtensees stand. Und obwohl die Almwirtschaft durch den landwirtschaftlichen Strukturwandel nach dem Zweiten Weltkrieg, besonders in den 1970er Jahren, an Bedeutung verloren hat, erlebst Du in den Berchtesgadener Bergen bis heute eine vitale Almenlandschaft.

Senner Markus Nitzinger auf der Wasserfall-Alm
Markus Nitzinger, Senn auf der Königsberg- und Wasserfall-Alm

Schon als Kind war Senn mein Berufswunsch. Andere wollen zur Feuerwehr oder zur Polizei, für mich gab es schon damals nichts Schöneres als die geschmückten Kühe beim Almabtrieb.

Die Alm und ihre Bedeutung für den Talbetrieb

Wertvoll für die Kulturlandschaft

Die Alm ist wirtschaftlich eng mit dem Bauernhof im Tal verbunden. Für die Talbetriebe sind die Almen wichtige Weideflächen für das Vieh. Eine Nutztierhaltung in diesen Regionen wäre ohne die Almweiden nicht möglich. Die Bereiche der Almen werden entsprechend der Höhenstufen in sogenannte Nieder-, Mittel- und Hochleger unterteilt. Heute wird eine Alm im Berchtesgadener Land überwiegend mit Jungrindern und Milchkühen beweidet, seltener mit Schafen, Ziegen oder Pferden.

Durch die traditionelle und naturnahe Bewirtschaftung der Almen ist in den Berglagen eine eigenständige Kulturlandschaft entstanden. Ihr Erscheinungsbild prägen Almsiedlungen oder einzelne verstreute Almhütten, die sogenannten Kaser. Die Almlandschaft wird von unterschiedlichen geologischen Verhältnissen geformt. Auf den traditionellen baumfreien Weideflächen werden regelmäßig nachwachsende Gehölze entfernt. Einzelne ältere Bäume spenden dem Weidevieh Schatten und bereichern das Landschaftsbild. Auf einigen Almen dient ein Almanger, auch Almgarten genannt, zur Heugewinnung. Das Heu wird als Herbst- und Notfutter oder für kranke Tiere genutzt, die im Stall bleiben müssen. Meist liegt der Almanger in der Nähe der Hütte, sodass mit dem Mist aus dem Almstall die Fläche gedüngt werden kann. Steine, die während der Mahd stören, werden aus dem Anger entfernt und in unmittelbarer Umgebung als Lesesteinanlage angelegt. Solche Klaubsteinmauern, ebenso wie traditionelle Holzzäune und Brunntröge, sind schützenswerte Kulturlandschaftselemente. Aus naturschutzfachlicher Sicht zählen Almen zu den artenreichsten Lebensräumen in Mitteleuropa.

Alle Almen in Berchtesgaden

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