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Tikwah – die Hoffnung: Das Reichenhaller Lager für „Displaced Persons“ 1946–1951
Referent: PD Dr. Johannes Lang, Historiker und Stadtheimatpfleger
Unzählige Menschen, vor allem aus Osteuropa und insbesondere Juden, waren während der Kriegszeit verschleppt und als Zwangsarbeiter eingesetzt worden. Für diese so genannten „Displaced Persons“ (DPs), die sich selbst als „Entwurzelte“ bezeichneten, richtete eine mit der alliierten Militärregierung zusammenarbeitende Organisation der Vereinten Nationen im Frühjahr 1946 ein Lager in den ehemaligen Reichenhaller Wehrmachtskasernen ein. Mit zeitweise bis zu 6.000 DPs, eigenen Schulen, einem Krankenhaus, einer Zeitungsredaktion und Handwerksbetrieben war das hiesige Lager eines der größten seiner Art in der Amerikanischen Besatzungszone. Eine eigene Polizei und Gerichtsbarkeit unterstrichen den Sonderstatus der Einrichtung. Das Zusammenleben der einheimischen Bevölkerung wie auch der nur vorübergehend hier ansässigen DPs gestaltete sich nicht selten problematisch. Zwei jüdische Kongresse, die im Kurhaus stattfanden, trugen letztlich dazu bei, dass man dem Plan zur Gründung eines eigenen Staates Israel näherkam. Auf teils abenteuerlichen Pfaden erfolgte innerhalb weniger Jahre die Auswanderung in das ersehnte Israel, aber auch nach Kanada, die USA und Australien.
- Mittwoch, 28.10.2619:30 Uhr
Abo #6 da liabe brahms
ABO 6
da liabe brahms
CHANELLE BEDNARCZYK, VIOLINE
ESTELLE REVAZ, VIOLONCELLO (Artist in Residence 2026)
DIRIGENT: DANIEL SPAW
FARZIA FALLAH
WINDOWS LETTING IN STRANGE LIGHTS
JOHANNES BRAHMS
KONZERT FÜR VIOLINE, VIOLONCELLO UND ORCHESTER, OP. 102, A-MOLL
JOHANNES BRAHMS
SINFONIE NR. 4, OP. 98, E-MOLL
Dieser Abend verbindet zeitgenössische Klangräume mit Brahms’ späten Meisterwerken. Die junge iranische Komponistin Farzia Fallah stellt mit windows letting in strange lights* ein klares, atmosphärisches Klangbild vor, das neue Farben und Lichtphänomene in den Orchesterklang bringt — ein frischer, konzentrierter Kontrapunkt zu den klassischen Titeln. Danach erklingt das Doppelkonzert für Violine und Violoncello von Johannes Brahms— ein intim-poetischer Dialog, in dem Solistinnen und Orchester in feinster Kammermusiktradition verschmelzen. Für Estelle Revaz wird es der letzte Auftritt als unsere Artist in Residence, gemeinsam mit Konzertmeisterin Chanelle Bednarczyk. Den Abschluss bildet Brahms’ 4. Sinfonie, ein dramatisch grandioses Finale, das mit kontrapunktischer Tiefe und orchestraler Klarheit den Abend monumental beschließt. Insgesamt: ein Programm, das Neubeginn und Rückblick, Transparenz und emotionalen Tiefgang zusammenbringt.
*fenster, die seltsames licht hereinlassen
PROGRAMMEINFÜHRUNG
Erfahren Sie Hintergründe und Details zu den Werken des Abends. Der Einführungsvortrag findet um 18:45 Uhr im Raum Hochstaufen statt.
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Das Artist in Residence Programm der Bad Reichenhaller Philharmoniker wird unterstützt von Katja Nowak-Becker und Dr. Ralph Becker.
- Freitag, 30.10.2619:30 Uhr