Die Metropoliten und ihre Suffragane. Phänomene - Entwicklungen - Befunde
- Vorträge & LesungenFreitag, 27.02.2618:30 Uhr
Referent: Prof. Rainald Becker, Universität Augsburg Das Verhältnis zwischen einem Erzbischof (Metropolit) und den ihm untergebenen Bischöfen (Suffraganen) bestimmte während des gesamten Mittelalters und der Frühen Neuzeit zu einem guten Teil die Innenpolitik des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation. In der großen bayerischen Kirchenprovinz residierte der zuständige Erzbischof in Salzburg, während die Bischöfe von Regensburg, Passau, Freising und Brixen den darin befindlichen Diözesen zugeordnet waren. Später kamen – eine Salzburger Besonderheit – die so genannten „Eigenbistümer“ Gurk, Chiemsee, Seckau und Lavant hinzu – Zwergbistümer, in denen der Salzburger Metropolit die Auswahl, Einsetzung und Weihe der dortigen Bischöfe selbst vornehmen durfte. Der öffentliche Abendvortrag ist Teil eines in Bad Reichenhall stattfindenden Symposiums, das vom Wissenschaftsprojekt „Germania Sacra“ ausgerichtet wird. Dieses erschließt die Quellen der Kirche des Alten Reiches und bereitet das überlieferte Material in Handbuchformat auf. Es stellt die Kirche und ihre Institutionen von den Anfängen der deutschen Bistümer bis zu deren Auflösung am Beginn des 19. Jahrhunderts epochenübergreifend dar.
Referent: Prof. Rainald Becker, Universität Augsburg
Das Verhältnis zwischen einem Erzbischof (Metropolit) und den ihm untergebenen Bischöfen (Suffraganen) bestimmte während des gesamten Mittelalters und der Frühen Neuzeit zu einem guten Teil die Innenpolitik des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation. In der großen bayerischen Kirchenprovinz residierte der zuständige Erzbischof in Salzburg, während die Bischöfe von Regensburg, Passau, Freising und Brixen den darin befindlichen Diözesen zugeordnet waren. Später kamen – eine Salzburger Besonderheit – die so genannten „Eigenbistümer“ Gurk, Chiemsee, Seckau und Lavant hinzu – Zwergbistümer, in denen der Salzburger Metropolit die Auswahl, Einsetzung und Weihe der dortigen Bischöfe selbst vornehmen durfte. Der öffentliche Abendvortrag ist Teil eines in Bad Reichenhall stattfindenden Symposiums, das vom Wissenschaftsprojekt „Germania Sacra“ ausgerichtet wird. Dieses erschließt die Quellen der Kirche des Alten Reiches und bereitet das überlieferte Material in Handbuchformat auf. Es stellt die Kirche und ihre Institutionen von den Anfängen der deutschen Bistümer bis zu deren Auflösung am Beginn des 19. Jahrhunderts epochenübergreifend dar.
| Freitag | 27. Februar 2026 | 18:30 - 20:00 Uhr |
|---|