Der zugefrorene Königssee

Ein seltenes Naturerlebnis

Da der Königssee sehr groß und vor allem tief ist, friert er nur selten komplett zu. Neben kalten Temperaturen ist vor allem eine lange, relative Windstille nötig, damit die Wasserumwälzung möglichst gering bleibt und sich eine tragfähige Eisdecke bilden kann. Wenn der See zufriert und sich eine entsprechend dicke Eisschicht gebildet hat, wird der See für Fußgänger und Langläufer freigegeben. Es wird sogar ein Weg markiert, der die sicherste Verbindung nach Sankt Bartholomä darstellt. Diesen Weg solltest Du nicht verlassen: Mit je einer Spur für Hin- und Rückweg führt er über die dickste Eisschicht des Königssees. Manche fahren sogar mit dem Rad über den vereisten Königssee. Zuletzt gab es 2006 eine begehbare Eisdecke auf dem Königssee.
 

Letztes Zufrieren Januar und Februar 2006

An insgesamt 29 Tagen war der Königssee in den Monaten Januar und Februar 2006 für Fußgänger freigegeben. Eine bis zu 40 Zentimeter dicke Eisschicht trug Spaziergänger, Langläufer und Skitourengeher bis St. Bartholomä und weiter. Die Eisschicht auf dem Wasser machte den Königssee im Winter 2006 zum beliebtesten Ausflugsziel in ganz Bayern – selbst die Tagesschau berichtete über das Phänomen.

Polarfahrten der Königssee-Schifffahrt

Die Königsseeschifffahrt fährt den ganzen Winter durchgehend bis zur Halbinsel St. Bartholomä, sofern es die Eisbildung zulässt. Im Falle einer Vereisung ab St. Bartholomä werden eventuell sogenannte Polarfahrten angeboten. Auf unserer Königssee Live-Webcam kannst Du immer das aktuelle Wetter und damit auch den Stand der Vereisung beobachten.

  • Live-Webcam Königssee
  • Blick vom Funtenseetauern auf den Königssee
  • Live-Webcam Königssee

  • Blick vom Funtenseetauern auf den Königssee

Der versunkene VW Käfer im Königssee

Auch im Winter 1963/64 war der Königssee zugefroren. Am 28. Januar ignorierte ein Einheimischer VW-Käfer-Fahrer die Sperrung der Eisfläche und befuhr unterhalb des Standorts der heutigen Kunsteisbahn mit seinem Auto den Königssee. Offenbar schaffte der Fahrer den Weg bis nach St. Bartholomä, auf dem Rückweg geschah dann aber das Unglück: Auf Höhe der Falkensteinerwand kam der Wagen ins Rutschen und versank in einer nicht zugefrorenen Stelle des Sees im eiskalten Wasser. Der VW Käfer blieb über Jahrzehnte unentdeckt auf dem Grund des Königssees, erst Mitte der 1990er Jahre entdeckte ein Mini-U-Boot das Wrack in 120 Metern Tiefe.

Winter in Berchtesgaden

  • Aktiv im Winter

    Skifahren, Rodeln, Langlaufen, Winterwandern
  • Winterwandern

    Winterschlaf ist was für Murmeltiere
  • Winter im Nationalpark

    Spurensuche im Schnee