Berg- und Alpinsteige
Watzmann-Überschreitung & Co.Alpinsteige sind sehr anspruchsvolle, lange alpine Touren. Sie verbinden Elemente aus Berg- und Klettersteigen und führen auch durch ungesicherte Passagen mit Kletterstellen im I. und II. Schwierigkeitsgrad. Du benötigst Deine Hände zur Unterstützung der Fortbewegung und bewegst Dich damit bereits in der ersten Stufe der Felskletterei – in einem Gelände, in dem nicht alle Stellen durchgehend versichert sind. Für Alpinsteige brauchst Du daher nicht nur Trittsicherheit und Erfahrung, sondern auch eine sehr gute Kondition.
Hier stellen wir Dir drei besondere Alpinsteige vor: die Überschreitungen der drei höchsten Bergmassive rund um den Berchtesgadener Talkessel – Hoher Göll, Hochkalter und natürlich die Watzmann-Überschreitung. Wegen ihrer Länge und der erreichten Höhenlage gilt: Plane und starte diese drei Touren nur bei absolut stabilen und sicheren Witterungsverhältnissen.
Die Bergsteige Rinnkendlsteig und Thomas-Eder-Steig am Untersberg sowie die Bergtour auf die Schärtenspitze stellen den Übergang von klassischen Wanderungen und Bergtouren hin zu den Klettersteigen dar. Sie sind an einigen absturzgefährlichen Stellen oder an Stellen, an denen die Hände zur Fortbewegung benötigt werden, mit Drahtseilen oder Tritthilfen versichert. Dabei kann es sich um wenige Meter, aber auch um längere Passagen handeln. Die Drahtseilversicherungen dienen in der Regel als Handlauf oder Kletterhilfe und stellen kein durchgehendes Sicherungsseil dar. Grundsätzlich kannst Du diese Steige ohne Klettersteigausrüstung begehen, wenn Du trittsicher und schwindelfrei unterwegs bist.