Die Schwarzbachalm
Niederalm am Wachterl- Jetzt geschlossen
- am Wachterl
- 750m
Unterhalb des Wirtshauses Wachterl an der Alpenstraße im Bergsteigerdorf Ramsau liegt die Schwarzbachalm. Sie ist die Niederalm mehrerer Almbauern aus den benachbarten Gemeinden Ramsau, Bischofswiesen und Schneizlreuth.
Almbetrieb im Frühjahr und im Herbst
Unterhalb des Wachterls, des ehemaligen Passes mit dem gleichnamigen Wirtshaus an der Grenze der Gemeinden Ramsau und Schneizlreuth, liegt die Schwarzbachalm. Sie ist die Niederalm mehrerer Almbauern. Im Frühsommer weiden die Kühe hier für einige Wochen, bevor sie auf die Hochalmen Moosenalm und Anthauptenalm im Lattengebirge oder auf die Bindalm und Kallbrunnalm weiterziehen. Im Herbst kehren sie für einige Wochen auf die Niederalm zurück, bevor der Almabtrieb zu den heimischen Bauernhöfen beginnt.
Über die Almfläche fließt der Schwarzbach und trennt die Alm in die obere und untere Schwarzbachalm. Nach Norden fließt der Bach malerisch am Fuße der Reiter Alm entlang, gespeist von mehreren Wasserfällen, die sich vom Lattengebirge in den Schwarzbach ergießen. Ein breiter Weg schlängelt sich entlang des Bachs. Hier verlaufen mehrere Mountainbike-Touren, unter anderem der Klassiker "Rund um die Reiter Alm".
Tipp: Schwarzbachloch
Unweit des Almgeländes der Schwarzbachalm liegt das Schwarzbachloch: Aus dieser Höhle spritzt das Wasser aus dem Gebirgsstock der Reiter Alm – ein beeindruckendes Naturschauspiel. Der aus dem Schwarzbachloch entspringende Schwarzbach ist die bedeutendste nach Norden gerichtete Entwässerung der Reiter Alm.
Der geologische Aufbau des Massivs der Reiter Alm ist besonders: Niederschlagswasser versickert im von Klüften und Spalten durchzogenen Kalkgestein, bis es in der Tiefe am wasserundurchlässigen Dolomitgestein gestaut wird. Dort bildet sich ein Grundwasserspiegel, der im Schwarzbachloch zutage tritt. In diesem Bereich löst das Wasser verstärkt Kalk aus dem Gestein. Dadurch entstehen Hohlräume – und schließlich eine Quellhöhle.
Erforschung des Schwarzbachloches
Die Erforschung des Schwarzbachloches stellt für Höhlenforscher eine große Herausforderung dar. Die Siphons müssen durchtaucht werden, was nur mit großem technischen Aufwand möglich ist. Zudem muss innerhalb der Höhle die Ausrüstung unter schwierigsten Bedingungen weiter transportiert werden. Die Höhlentaucher haben deswegen zwischen Siphon 5 und 6 eigens ein Biwak eingerichtet, denn allein schon der Hin- und Rückweg zu den bisher erforschten Endpunkten der Höhle erfordert einen Zeitaufwand von etwa zweieinhalb Tagen.
Die Wasserführung des Schwarzbaches ist starken jahreszeitlichen Schwankungen unterworfen. Im Winter ist der Wasserstand in der Höhle am niedrigsten, im Sommer nach starken Niederschlägen und während der Schneeschmelze führt der Schwarzbach am meisten Wasser. Der Schwarzbach mündet nach einer oberflächlichen Fließstrecke von etwa sechs Kilometern bei einem Höhenunterschied von 290 Metern bei Unterjettenberg in den Gemeinden Schneizlreuth und Weißbach an der Alpenstraße in die Saalach.