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Richard Voß

Richard Voss
Etwas im Schatten seines großen Kollegen Ludwig Ganghofer, aber s.Z. nicht minder bekannt und gern gelesen war Richard Voß, geb. 1851 in Pommern.
Er verbrachte aus gesundheitlichen Gründen während meherer Jahre seinen Urlaub in Bad Reichenhall. Schließlich wurde Berchtesgaden seine zweite Heimat.
"Tretet auf den Altan, der mein Berghaus von allen Seiten umgibt und blickt hinaus. Seht die Wälder, die Wiesen, seht den Watzmann, den Untersberg und die Reiteralp. Seht die Frühlingsherrlichkeit dieses von den Göttern und den Menschen geliebten Landes!"
So schrieb Richard Voß in seinen Lebenserinnerungen. Doch seine innere Unruhe treibt ihn nach Italien, nach Frascat , aber sein Lebensmittelpunkt blieb Berchtesgaden in der damaligen Gemeinde Königssee. Mit Ludwig Ganghofer verband Richard Voß eine starke freundschaftliche Bezioehung, wie sich aus einem umfangreichen Briefwechsel erkennen lässt.
Vor der Berchtesgadener Bergwelt als Kulisse spielen seine Berchtesgadener Erzählungen wie z.B. "Der Mönch von Berchtesgaden" oder "Weinlaub im Haar". Für seinen bedeutendsten Roman "Zwei Menschen" fand er in der Pensionsinhaberin Mauritzia ( Moritz ) Mayer vom Obersalzberg Vorbild und Idealgestalt für seine "Judith", der Heldin des Romans.
Erfolgreich war Richard Voß insbesondere auch als Dramatiker als solcher er auf den Spielplänen der bedeutenden Bühnen Deutschlands stand. Sein Publikum huldigte ihm begeistert, denn er traf den Stil seiner Zeit. Mit dem Siegeszug des Naturalismus waren seine "tragischen" Szenen nicht mehr so gefragt.
Auch Richard Voß wurde 1914 mit der Ehrenbürgerwürde der damaligen Gemeine Königssee geehrt. Er starb 1918. Im alten Friedhof steht die Bronzeurne mit der Asche des Dichters und seiner Frau Melanie, die ihm 1925 in den Tod gefolgt war.

