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Palmsonntag im Berchtesgadener Land

Palmsonntag

Palmsonntag

Der Palmsonntag war schon immer tief im bayerischen Volksleben verwurzelt. Gerade im Berchtesgadener Land, in dem sich viele Traditionen besonders ursprünglich erhalten haben, wird dieser Tag farbenfroh und fröhlich wie eh und je.
Schon einige Zeit vorher wird der Palmbaum geschnitten und die bunten  "Gschabertbandl" ( gefärbte dünne Holspäne ) gefertigt. Die oberen Äste des Palmbaums werden geschlitzt und je ein Ast Buchs-,Zeder- oder Segenbaum hineingesteckt. Diesen Zweigen werden besondere Kräfte zugeschrieben. So sollte früher dieses Gewinde gegen Hexenspuk und Zauberei geschützt haben. Einen Segenbaumstrauch vor dem Haus wurde Wirkung gegen Blitzschläge nachgesagt.

Die geschmückte "Palmbuschen" werden am Palmsonntag von Buben zur Weihe in die Kirche getragen und danach auf die Felder, unter den Dachfirst und auch in den Hergottswinkel gesteckt, um dort ihre segenbringende Wirkung zu entfalten. Der Palmbaum ist eigentlich nichts anderes als der alte Grünzweig, der das Wachstum und die Kraft der Natur im frühjahr symbolisiert. Im Gegensatz zum Grünzweig erhält der Palmbaum seine Wirkung erst durch die kirchliche Segnung.

 
 
 

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