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Skitourenpark Berchtesgaden

Dohle mit Tourengeher
Neu: In Europas erstem Skitourenpark lernen Einsteiger das kleine 1 x 1 des Skibergsteigens.
Die Routen im Nationalpark Berchtesgaden bieten Anfängern und Fortgeschrittenen Naturerlebnisse der Extraklasse.
Trendsport Skibergsteigen
In vier Stunden vermitteln staatlich geprüfte Berg- und Skiführer den
Gästen im neu eröffneten Skitourenpark die Grundlagen des Tourengehens.
„Dieses Angebot ist einmalig in Europa“, so Michael Grassl, der Vorsitzende
des Verbands der deutschen Bergführer, auf dessen Initiative die Eröffnung
des „1. Salewa Skitourenparks Berchtesgaden“ zurückgeht. Weil sich Skibergsteigen vom Abenteuer für erfahrene Individualisten zunehmend zum
Breitensport entwickelt, sei es enorm wichtig, entsprechende Schulungsangebote bereitzustellen. „Denn die Gefahren im Gelände sind nicht zu unterschätzen“, weiß der Experte.
Das 1x1 des Skibergsteigens
Vor den Toren des Nationalparks Berchtesgaden, der zu den
herausragendsten Skitourengebieten des Alpenraums gehört, werden
Einsteiger jetzt fit gemacht für die Herausforderungen am Berg. An den acht
Stationen des Rundparcours lernen sie,
- wie man die Felle richtig aufzieht,
- was beim Aufstieg und beim Richtungswechsel in steilem Gelände zu beachten ist und
- wie sie sicher wieder durch den Tiefschnee ins Tal abfahren.
Breiten Raum in Theorie und Praxis nimmt auch das Thema Sicherheit ein: Die Interpretation des Lawinenlageberichts wird ebenso geübt wie der Umgang mit dem Lawinenpiepser und die Suche beziehungsweise Bergung von Verschütteten. In einem künstlichen Lawinenfeld müssen die Teilnehmer so etwa mit Piepsern ausgestattete Dummypuppen finden und aus dem Schnee befreien. Wichtiger Bestandteil des Kurses ist zudem das Kapitel
„umweltfreundliches Skibergsteigen“. „Wenn man in die unberührte Natur
vordringt, muss man sensibilisiert sein und automatisch einen Bogen um
Junganpflanzungen und Wildeinstände machen“, betont Grassl.
Touren im Berchtesgadener Land
Wer mit dem Touren-Training beginnen möchte, sollte mindestens über eine durchschnittliche Kondition verfügen und problemlos mittelschwere Pisten
meistern. Danach bietet sich ein Plausch mit den Berg- und Skiführern an, die
eine Menge geeigneter Einsteigertouren kennen:
- Wie wär’s zum Beispiel mal mit dem Hirscheck, dem mit 1400 Metern höchsten Punkt des Familienskigebiets Hochschwarzeck? Durch einsame Wälder und Wiesen führt der Weg 750 Höhenmeter hinauf zum Gipfel, wo neben der Brotzeit im Gasthaus Hirschkaser der Sonnenstuhl lockt und der Blick über die Ramsauer Bergwelt schweift. Im oberen Teil fährt man über die präparierte Piste ab, der untere Teil ist so flach, dass auch Touren-Neulinge im Tiefschnee nicht an ihre Grenzen stoßen.
- Als „Genusstour mit Aussicht“ gilt zudem die Rossfeld-Route, die an der Mautstelle Nord der Rossfeld-Höhenstraße in Oberau (Berchtesgaden) beginnt. 400 Höhenmeter sind es bis zum Gipfel, der für seine phantastische Aussicht weit übers Salzburger Land bekannt ist. Abfahren können Einsteiger entlang der Piste – und wenn’s gar nicht anders geht, auch auf der Piste.
Das Schönste am Skibergsteigen ist auch für alte Hasen wie Michael Grassl noch immer das unvergleichliche Naturerlebnis inmitten der einsamen Bergwelt, die er wie seine Westentasche kennt.
- Zu den Highlights für eingefleischte Tourengeher zählt der Hohe Göll (2522 Meter) im Nationalpark Berchtesgaden – eine anspruchsvolle Frühjahrstour, die nur bei lawinensicherem Schnee möglich ist und bei der 1400 Höhenmeter durch schwieriges Gelände zu absolvieren sind.
- Als absolute Top-Tour in den Ostalpen gilt die Große Reibn (große Runde), auf der man auf 40 Kilometern die Berchtesgadener Bergwelt durchstreift und dabei 3300 Höhenmeter bewältigt.
- Zwei bis drei Tage müssen für den Ausflug einkalkuliert werden, der vom Jenner (1874 Meter) über den Schneibstein (2276 Meter) und den Hohen Rossfelder (1750 Meter) hinunter nach Schönau am Königssee führt. Übernachten kann man im Stahlhaus und im Kärlingerhaus am Funtensee, dem kältesten Ort Deutschlands.
Noch bis Ende April herrschen im Berchtesgadener Land optimale Bedingungen zum Tourengehen.
Preise und weitere Informationen:
- Preise: Das Training im „1. Salewa Skitourenpark Berchtesgaden“ findet bis Ende März dienstags und freitags ab 15 Uhr statt und kostet 35 Euro pro Teilnehmer – inklusive Nutzung der Notfallausrüstung mit Schaufel, Piepser und Sonde.
- Das Basis-Equipment (Schuhe, Skier, Felle, Stöcke) gibt’s im Verleih für 20 Euro.
- Info und Anmeldung unter Telefon 08652-6559987 oder www.fun-ski-obersalzberg.de

